Zur Langen Nacht der Demokratie am Freitag (2.10.) plant auch die Evangelische Erwachsenenbildung in Bayern (EEB) vielfältige Angebote. Experten sprechen zu politischen Themen, zudem finden Begegnungen statt, wie die Landeskirche in München mitteilte. Am Vorabend des Tags der Deutschen Einheit (3.10.) wird Demokratie bayernweit in zahlreichen Kommunen zum gemeinsamen Erlebnis. Getragen wird die Lange Nacht von einem Bündnis von Akteuren.

Landesbischof Christian Kopp sagte, breite Bündnisse stärkten Demokratie vor Ort "und schaffen Räume, in denen Menschen einander begegnen, Fragen stellen und auch bei unterschiedlichen Überzeugungen im Gespräch bleiben". Die Kirche engagiere sich kontinuierlich für Demokratie, weil Menschenwürde, gesellschaftliche Verantwortung und ein respektvolles Miteinander zu ihrem Auftrag gehörten.

Meinungsfreiheit und Populismus

In Starnberg spricht der Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing, Udo Hahn, über die Verantwortung der Kirche in der Zivilgesellschaft. In Nördlingen beleuchtet der landeskirchliche Ethikbeauftragte, Thomas Zeilinger, Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz für die Meinungsbildung. In München führt Stadtakademie-Leiterin Barbara Hepp durch eine Diskussion über Meinungsfreiheit. In Kitzingen referiert der landeskirchliche Demokratie-Fachstellenleiter, Martin Becher, über populistische Kommunikationsstrategien.

In Miesbach setzt die landeskirchliche Dialog-Beauftragte, Mirjam Elsel, Impulse zum Austausch über religiöse Grenzen hinweg. In Altötting diskutiert Landesbischof Kopp über Extremismus, Gewalt und Grenzen der Meinungsfreiheit. In Mödlareuth gibt es eine Theaterperformance, Stimmen engagierter Jugendlicher und eine Mahnwache für Menschenwürde.

Bei vielen Veranstaltungen arbeitet die EEB mit anderen Einrichtungen zusammen. Zur EEB gehören rund 40 Bildungswerke, Akademien und Familienbildungsstätten. 2025 erreichten sie mit fast 27.500 Veranstaltungen rund 510.000 Teilnehmende in Bayern. Die Lange Nacht der Demokratie findet seit 2018 zweijährlich unter dem Dach der Stiftung Wertebündnis Bayern statt. Heuer sind neben dem Freistaat auch Baden-Württemberg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen und das hessische Hanau mit dabei.