30.000 Läufer:innen, sommerliche Stimmung im Münchner Olympiapark und mittendrin mehr als 200 Mitarbeitende aus der Diakonie München und Oberbayern sowie der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern: Der B2Run Firmenlauf hat einmal mehr gezeigt, wie Sport Menschen über Berufs- und Arbeitsbereiche hinweg zusammenbringen kann. 

Schon vor dem Start wurde deutlich, dass es bei der Teilnahme nicht allein um die gelaufenen Kilometer geht. Am gemeinsamen Treffpunkt versorgten sich die Teilnehmenden mit Getränken und Snacks, eigens gestaltete Laufshirts sorgten für ein sichtbares Gemeinschaftsgefühl und bei Gruppenfotos stimmten sich die Läuferinnen und Läufer auf den Abend ein. Pfarrer:innen, Pfarramtssekretär:innen, Hausmeister:innen, Mitarbeitende aus der Verwaltung, Dekan:innen sowie Beschäftigte aus Schuldekanaten, der Campus Kommunikation oder der Stadtakademie – sie alle gingen gemeinsam an den Start. 

Auch entlang der Strecke herrschte Festivalstimmung. Zahlreiche Unternehmen präsentierten sich mit Ständen, Zuschauer:innen feuerten die Teilnehmenden an, Trommelgruppen motivierten mit guten Beats und nach dem Zieleinlauf wurde gemeinsam gefeiert. Der B2Run ist längst mehr als ein Firmenlauf, er ist ein Begegnungsort, an dem Mitarbeitende unterschiedlichster Branchen gemeinsam Sport treiben und Teamgeist erleben. 

Stephanie Mages: Sport und Glaube verbinden Menschen

Organisiert wurde die kirchliche Teilnahme von Sportpfarrerin Stephanie Mages. Für sie passt ein solcher Lauf hervorragend zum Selbstverständnis von Kirche. 

"Sport und Glaube haben ähnliche Ziele: Menschen zusammenbringen, verbinden, vereinen und Gemeinschaft stiften – und das idealerweise auf eine sehr egalitäre Art und Weise", sagt Mages. 

Gerade diese Offenheit macht den Reiz der Veranstaltung aus. Herkunft, Beruf oder Hierarchie spielen auf der Laufstrecke kaum eine Rolle. Alle starten gemeinsam, unterstützen sich gegenseitig und freuen sich am Ende über das Erreichen des Ziels. 

Für Mages wirkt Bewegung dabei nicht nur auf den Körper. Sie sieht darin auch eine tiefere Dimension:

"Körper und Seele bilden für mich eine Einheit. Wenn ich mit meinem Körper aktiv bin, dann macht das auch innerlich etwas mit mir – es tut mir auf allen Ebenen des Menschseins gut." 

Dass Kirche beim Thema Sport inzwischen fest mitmischt, ist kein Zufall. Bereits 2024 planten Stefanie Mages gemeinsam mit Daniela Flachenecker, Geschäftsführerin der Evangelischen Jugend Nürnberg, den Lauf in Nürnberg. 

Freundschaftlicher Wettstreit zwischen München und Nürnberg

Neu hinzugekommen ist in diesem Jahr eine kleine Challenge zwischen den kirchlichen Standorten Nord und Süd: Nürnberg oder München – wo gehen mehr Mitarbeitende an den Start? Ein echter Wettkampf soll das allerdings nicht sein. Vielmehr soll die Aktion zusätzliche Motivation schaffen und den Gemeinschaftsgedanken stärken. Der Nürnberger B2Run findet am 22. Juli statt. Erst danach wird feststehen, welcher Standort die meisten Teilnehmenden mobilisieren konnte. 

Nach dem Lauf konnten die Teilnehmenden ihre Ergebnisse sowie persönliche Einlaufvideos über ihre Startnummer abrufen – eine schöne Erinnerung an einen Abend, der viele mit einem Lächeln nach Hause schickte. 

Der B2Run zeigte damit eindrucksvoll, wie gut Sport und Arbeitswelt zusammenpassen – und dass auch Kirche und Diakonie ihren Platz mitten in diesem Gemeinschaftserlebnis haben.