Vielleicht kommt es Ihnen komisch vor, dass ich mich gleich zu Anfang bei Ihnen bedanke. Meistens macht man das ja erst am Ende eines Beitrags. Aber in den letzten Wochen ist mir noch einmal klar geworden, wie wertvoll es ist, wenn ich dankbar durch meinen Alltag gehe. Und das auch anderen zeige. Darum geht mein Dank heute zuerst an Sie. Und vielleicht fühlen Sie sich nach dieser Morgenfeier dazu auch inspiriert: dankbar durch den Alltag gehen.
Heute sagen wir in den evangelischen Kirchen ein großes "Danke". Wir feiern Erntedank. Viele Kirchen und Höfe sind heute mit Gemüse, Obst und Getreide geschmückt. Äpfel, Kürbis, Tomaten, Möhren – das Beste, was das Feld oder das Hochbeet hervorgebracht haben. Damit danken wir Gott für alles, was in diesem Jahr gewachsen ist und uns satt gemacht hat. Und für alles, was unser Leben in diesem Jahr reich gemacht hat. Bei mir war das ein Geburtstagsfest mit Freund*innen, der Urlaub auf Korsika, ein langes Gespräch mit einer Freundin, die ich ewig nicht gesehen hatte, die Bergtouren. Ich danke Gott für das, was meinen Körper satt gemacht hat – und auch meine Seele. Dafür inzwischen besonders.
Denn eine Seite in mir sagt: Eigentlich passt Erntedank nicht mehr richtig in die Zeit. Die Erntegaben bei uns in der Kirche kommen aus dem Bioladen. Das wächst nicht nebenan auf dem Feld. Und das meiste, das ich esse, kommt von einem Großmarkt. Auch wenn ich mich bemühe, regional einzukaufen und Auberginen und Himbeeren nur im Sommer, obwohl sie im Winter auch im Regalfach liegen – her geschifft aus dem Süden. Trotzdem habe ich den Bezug verloren, wie schwer es ist, Obst, Getreide und Gemüse anzubauen. Und erst recht im großen Stil, damit es für uns alle hier reicht.
Predigt über Erntedank
In diesem Sommer standen wieder vier Tomatenpflanzen auf meiner Terrasse und Mangold spross im Hochbeet. Aber nur auf der linken Seite, obwohl ich die Samen gleichmäßig in der Erde verteilt hatte. Allerdings wohnen in der Nähe drei Eichhörnchen und die kamen regelmäßig zu meinem Hochbeet, um ihre Wintervorräte von Nüssen darin zu suchen. Immer wieder buddelte eines der Tierchen mein Hochbeet um. Und so sind die Mangold-Samen immer weiter auf die linke Seite gewandert. Oder wurden von den Amseln herausgepickt. Da hatte ich also wenig zu ernten, es reichte für zwei Mahlzeiten. Dafür lief es dieses Jahr mit den Tomaten ganz gut: die kleinen Pflaumentomaten wuchsen zahlreich und waren herrlich süß.
Der Strauch mit Ochsenherzen brachte drei dicke Exemplare hervor und von den Mazani-Tomaten hängen noch einige Exemplare und bemühen sich, in der Herbstsonne noch Farbe anzunehmen. So sehr ich mich über jede Tomate und jedes Mangoldblatt gefreut habe – satt geworden bin ich davon nicht. Und warum meine Zucchini-Pflanzen nur ein paar kleine Früchte hervorgebracht haben und der Himbeerstrauch schon im Juni die Blätter gekräuselt und dann ganz eingegangen ist, habe ich bis heute nicht herausgefunden. Ich habe viel gegossen, am Anfang auch gedüngt. Aber es hat da nichts genützt.
"Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand." Vor 240 Jahren hat Matthias Claudius diesen Liedtext geschrieben, aber er hätte auch dieses Jahr auf meiner Terrasse stehen können, um meinen Anbauerfolg so treffend zu kommentieren.
Und da merke ich, dass Erntedank doch in unsere Zeit passt. Auch wenn vieles aus dem Gewächshaus kommt und die Landwirtschaft heute mit Hilfe von KI Düngemittel dosiert und Erntezeitpunkt errechnet: Es braucht weiterhin Tau- und Regen und Sonnenschein, damit all das im Supermarkt liegt und auch im Dezember frische Tomaten da sind.
Ein Stoppschild im Alltag
Erntedank feiern wir, weil wir uns einmal im Jahr daran erinnern, das wir unser Leben nicht allein in der Hand haben. Das fängt bei den einfachen, aber lebensnotwendigen Dingen an. Und es zieht weitere Kreise auf alles, was unser Leben ausmacht: Menschen, die uns guttun, ein Dach über dem Kopf, das Talent zum Malen oder Singen, das Glück der Geburt für uns hier in Europa. Es gibt so viel, was unser Leben erst möglich macht, wofür wir nicht selbst sorgen können. Im Alltag vergesse ich das oft. Vor allem, wenn ich einen vollen Terminkalender habe und das Gefühl, ohne mich läuft es nicht. Oder: Wenn ich jetzt nicht genug tue, bricht alles über mir zusammen und ich stehe vor dem Scherbenhaufen meines Lebens. Darum strenge ich mich gerne doppelt an und rase durch die Woche. Vielleicht kennen Sie das auch, liebe Hörerinnen und Hörer.
Du brauchst ein Stopp-Schild, hat mir letztens jemand gesagt. Nicht mir persönlich, sondern in einem TED-Talk. Ich habe das Video gesehen und dacht: Ja, genau!
Der Mann, der das gesagt hat, ist Benediktinermönch und in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden: David Steindl-Rast. Er kommt aus Österreich und hat sich als für die Verständigung zwischen den Weltreligionen eingesetzt. Besonders für den Dialog von Christentum und Buddhismus. Spiritualität und Dankbarkeit ist eines seiner Lebensthemen. Und er hat eine Methode entwickelt, wie man glücklicher wird. Ich gestehe: ich bin bei solchen Methoden und Ratgebern immer skeptisch und finde vieles zu glattgeschliffen. Ein bisschen geht es mir auch bei der Methode von Steindl-Rast so, aber ich habe sie trotzdem ausprobiert.
Er sagt: Wir alle möchten glücklich sein. Das haben wir gemeinsam. Was wir unter "glücklich sein" genau verstehen, ist unterschiedlich, aber das Ziel ist gleich. Und sein Weg zum glücklich sein führt über die Dankbarkeit. Wenn wir dankbar sind, werden wir glücklicher. Und dankbar werden, kann man lernen, behauptet Steindl-Rast. Und ich erinnere mich an den Satz aus meiner Kindheit: "Wie sagt man?" Von meinen Eltern habe ich diese Aufforderung, die als Frage getarnt war, oft gehört und dann brav "Danke" geantwortet, wenn mir gerade die Verkäuferin in der Metzgerei eine Scheibe Wurst rübergereicht hat. Das habe ich damals nicht gesagt, weil ich in dem Moment Dankbarkeit gefühlt habe. Sondern: Ich wusste ja, was kommen musste. Das gehört sich so. Und aus den vielen Wiederholungen von "Wie sagt man?" – "Danke" ist mit der Zeit eine Selbstverständlichkeit geworden, fast eine Floskel. Und irgendwie auch ein Gefühl. Heute sage ich "danke" halb automatisch und halb bewusst. Und fast immer aufrichtig.
Stop – look – go
David Steindl-Rast knüpft an dieser Erfahrung an: Es sind nicht nur die großen, besonderen Momente, die uns dankbar und glücklich machen, sondern in jedem Moment liegt die Gelegenheit, etwas zu entdecken, wofür man dankbar ist. So werden wir zu dankbaren Menschen.
Den Moment wahrnehmen, innehalten und schauen, für was ich in dem Moment dankbar sein kann – das braucht Übung. Die Methode. So, wie Kinder lernen, sicher eine Straße zu überqueren: Stop – look – go! Anhalten – schauen – losgehen.1
Anhalten, Schauen, Losgehen, Stop - Look - Go. Das ist alles. Aber wie oft halten wir an? Wir hetzen durchs Leben. […] Wir müssen anhalten. […] Wir müssen Stoppschilder in unser Leben einbauen.
Als ich vor einigen Jahren in Afrika war und dann zurückkam, wurde mir das Wasser erst richtig bewusst. Da wo ich in Afrika war, hatte ich kein Trinkwasser. Jedes Mal, wenn ich den Hahn aufdrehte, […] war ich so dankbar. Es machte mich so glücklich. Aber nach einer Weile verliert sich das. Also klebte ich kleine Aufkleber […] auf den Wasserhahn und immer wenn ich ihn aufdrehte: Wasser. Überlassen Sie es also Ihrer Fantasie. Sie können herausfinden, was für Sie am besten funktioniert, aber Sie brauchen Stoppschilder in Ihrem Leben. Und wenn Sie anhalten, ist der nächste Schritt, hinzuschauen. Sie schauen. Sie öffnen Ihre Augen. Sie öffnen Ihre Ohren. Sie öffnen Ihre Nase. Sie öffnen alle Ihre Sinne für diesen wunderbaren Reichtum, der uns gegeben ist. Er nimmt kein Ende.
Nach dem Stoppschild alle Sinne öffnen. Ich habe es diesen Sommer ausprobiert, wenn auch nicht ganz freiwillig. Ich hatte Besuch von einem Freund und der fotografiert leidenschaftlich und mit richtiger Kamera nicht nur mit dem Smartphone. Als wir in der Münchner Innenstadt unterwegs waren, blieb er immer wieder stehen, weil er ein interessantes Motiv entdeckt hatte. Bis dann Brennweite und Abstand richtig eingestellt waren, dauerte es und ich stand blöd herum. Doch dann fing ich an, mich genauer umzusehen: Ich erkannte das fein gearbeitete Blechschild am Wirtshaus, das mein Freund fotografieren wollte, und bewunderte die verzierte Hausfassade, vor der er stehen blieb.
Mir fiel auf, was für schöne Erker es an den Häusern gibt und wie viele Graffitis richtige Kunst sind. Normalerweise bin ich in der Münchner Innenstadt schnell unterwegs, um wieder herauszukommen. Ich muss da meistens nur durch, um irgendwo anzukommen und oft ist sie mir zu voll mit Tourist*innen, die meinen Weg blockieren. Aber jetzt war ich selbst Touristin in der eigenen Stadt und im August ist München wunderbar leer. Eine gute Gelegenheit, um immer wieder an- und innezuhalten,
Und wenn Sie anhalten, ist der nächste Schritt, hinzuschauen. Sie schauen. Sie öffnen Ihre Augen. Sie öffnen Ihre Ohren. Sie öffnen Ihre Nase. Sie öffnen alle Ihre Sinne für diesen wunderbaren Reichtum, der uns gegeben ist. Er nimmt kein Ende.
Und das ist es, worum es im Leben geht, sich zu freuen: sich zu freuen an dem, was uns gegeben ist. Und dann können wir auch unsere Herzen öffnen, unsere Herzen für die Gelegenheiten, auch für die Gelegenheiten, Anderen zu helfen, Andere glücklich zu machen. Denn nichts macht uns glücklicher, als wenn wir alle zusammen glücklich sind. Und wenn wir unsere Herzen für die Gelegenheiten öffnen, laden uns die Gelegenheiten ein, etwas zu tun, und das ist das Dritte. Anhalten, schauen, und dann losgehen und wirklich etwas tun. Und was wir tun können ist, was immer das Leben einem im gegenwärtigen Moment ermöglicht. Meistens ist es die Gelegenheit, etwas zu genießen, aber manchmal ist es auch etwas Schwierigeres. Aber was es auch immer ist, wenn wir die Gelegenheit ergreifen, gehen wir durch sie los.
Ich bin durch den Spaziergang mit dem Freund zum Anhalten und Innehalten gezwungen worden und habe meine Stadt noch einmal neu entdeckt. Wirklich schön hier! Und das hat mich mit Dankbarkeit erfüllt: ich darf hier leben, wo andere Urlaub machen. Was für ein Geschenk! Die Methode von Bruder David hat mir diesen Sommer einen neuen Blick auf die Stadt geschenkt.
Jetzt, nach den Sommerwochen, hat mich der Alltag wieder fest im Griff und das mit den Stoppschildern wird weniger. Erntedank stellt mir da jetzt ein großes Schild hin. Vor allem durch einen Text aus der Bibel, der an diesem Sonntag in vielen Gottesdiensten zu hören ist:
7Teil dein Brot mit dem Hungrigen, nimm die Armen und Obdachlosen ins Haus auf. Wenn du einen nackt siehst, bekleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Nächsten! 8Dann bricht dein Licht hervor wie die Morgenröte, und deine Heilung schreitet schnell voran. Deine Gerechtigkeit zieht vor dir her, und die Herrlichkeit des Herrn folgt dir nach. 9Dann antwortet der Herr, wenn du rufst. Wenn du um Hilfe schreist, sagt er: Ich bin für dich da!
10Nimm dich des Hungrigen an und mach den Notleidenden satt. Dann strahlt im Dunkeln ein Licht für dich auf. Die Finsternis um dich herum wird hell wie der Mittag. 11Der Herr wird dich immer und überall führen. Er wird dich auch in der Dürre satt machen und deinen Körper stärken. Dann wirst du wie ein gut bewässerter Garten sein, wie eine Quelle, die niemals versiegt.
Stop. Look. Go. Stopp, schau, und handle. Vor 2500 Jahren etwa ist dieser Bibeltext aufgeschrieben worden. Der Prophet Jesaja hat damals die Menschen in Israel dazu aufgerufen, das zu tun: Mit den Hungrigen dein Brot brechen, und deine Kleidung teilen, wenn jemand nackt ist. Und das, obwohl sie in einer Krise stecken. Zuerst wurde ihr Land erobert, sie wurden vertrieben. Als sie endlich zurückkehren dürfen, spielen sich schnell wieder alte Muster ein: es gibt eine kleine reiche Oberschicht, die viel hat. Und es gibt viele, die arm sind. Bei den meisten reicht es so gerade zum Leben, bei einigen nicht mehr. Lange haben die Menschen in Israel sich selbst die Schuld für ihr Schicksal gegeben: Sie haben prunkvolle Gottesdienste gefeiert und Gottes Gebote nicht gehalten. Doch jetzt sind sie zurück und haben sich bemüht, alles richtig zu machen. Den Feiertag einzuhalten, die Fastenzeiten. Doch es hilft nicht: wieder gibt es viele Arme und nur wenige Reiche.
Der Prophet Jesaja eröffnet da eine neue Perspektive: konzentriere dich nicht auf religiöse Gebote. Fang damit an, was du vor deiner Haustür verändern kannst! Teile dein Brot. Gib dem Nackten was zum Anziehen, auch wenn du selbst nicht so viel hast. Dann wirst du leuchten und Teil des Lichts sein, das Gott hier leuchten lässt. So wie Gott für dich da ist, so kannst du für andere da sein. Damit bekommen die Menschen wieder Handlungsspielraum. Sie sind den alten Mustern von früher nicht mehr ausgeliefert. Jesaja macht den Menschen damit Hoffnung, dass es eine bessere Zukunft geben wird.
Mit Dankbarkeit die Welt verändern
Etwas tun, das mir Handlungsspielraum gibt. Das meint David Steindl-Rast mit "Go!" und er kleidet die alte Hoffnung vom Propheten Jesaja in neue Worte:
Und dieses kleine "Anhalten, Schauen, Losgehen" ist so ein starker Same, dass es unsere Welt revolutionieren kann. Denn wenn man dankbar ist, ist man nicht von Angst bestimmt. Und wenn man nicht von Angst bestimmt ist, ist man nicht gewalttätig. Wenn man dankbar ist, handelt man aus einem Gefühl von Fülle heraus und nicht aus einem Gefühl von Knappheit, und dann ist man bereit, zu teilen. Wenn man dankbar ist, freut man sich an den Unterschieden zwischen den Menschen, und man ist respektvoll gegenüber jedermann. Und das verändert die Kräftepyramide, unter der wir leben. Es führt nicht zu Gleichheit, aber es führt zu gegenseitigem Respekt, und das ist die Hauptsache.
Zuerst bin ich schon beschenkt – mit dem Leben an sich, mit dieser Welt, in der blüht und wächst, was ich zum Leben brauche. Beschenkt mit der Fähigkeit, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und zu äußern, und über mich selbst hinaus zu denken, andere in den Blick zu nehmen.
Weil ich schon beschenkt bin, kann ich teilen. So, wie es Jesaja beschreibt. Und das wird die Welt verändern:
Was wir brauchen, ist ein Netzwerk von kleineren Gruppen, kleineren und immer kleineren Gruppen, die einander kennen, die miteinander agieren. Das ist eine dankbare Welt.
Eine dankbare Welt ist eine Welt mit frohen Menschen. Dankbare Menschen sind frohe Menschen. Und je mehr frohe Menschen es gibt, desto mehr werden wir eine glückliche Welt haben.
Was für eine schöne Vorstellung: eine Welt mit dankbaren, frohen Menschen! Und damit eine glückliche Welt! Wie sehr sehne ich mich danach. Doch ich höre Stimmen, die das als naiv abtun: Mit Dankbarkeit die Welt verändern. Auch in mir selbst meldet sich dieser Zweifel. Und der darf auch bleiben. Aber heute möchte ich den Träumen mehr Raum geben. Meine Sehnsucht malt heute Bilder von den Netzwerken, die sich bilden, vom Licht, das hervorbricht, wie die Morgenröte, wie Jesaja sagt.
Ich stelle mir vor: jeder Mensch ist ein Punkt in einem dieser Netzwerke. Und dann lädt eine die Familie von nebenan zum Abendessen ein. Sie teilen Reis und Bohnen und ihre Sorgen und sind füreinander da. Und etwas in ihnen beginnt zu leuchten. Und ein anderer geht für seine Nachbarin einkaufen und bleibt danach noch zum Tee und lauscht ihren Geschichten von früher. Und etwas beginnt in ihnen zu leuchten. So bilden sich leuchtende Punkte in den Netzwerken. Die Stadt beginnt zu leuchten, aus der Dürre wird eine Oase, in der die Menschen aufblühen. Aus den Trümmern ihrer Häuser und Leben bauen sie das Morgen, und niemand neidet der anderen etwas. Sie leben friedlich miteinander.
Und alles beginnt mit der Dankbarkeit und dem Geschenk vom Anfang. Daran erinnere ich mich heute am Erntedankfest, wenn ich die Erntegaben sehe und wir in unserer Gemeinde später zusammen daraus Suppe kochen und gemeinsam essen.
Ich spüre, wie in mir Dankbarkeit aufsteigt, weil ich reich beschenkt bin. Wie viel Segen auf meinem Leben hier liegt und was ich daraus machen kann. Ich bin dankbar für den Sommer mit aufgezwungenen Stopp-Schildern und auch für die grünen Tomaten am Strauch. Die haben ja noch etwas Zeit zum Rotwerden.
Alle Texte von David Steindl-Rast aus https://www.bibliothek-david-steindl-rast.ch/bibliothek/texte/texte-von-bruder-david/glueck-aus-dankbarkeit Glück aus Dankbarkeit Br. David Steindl-Rast OSB Quelle: Aufgezeichnet Juni 2013, veröffentlicht November 2013 TED Global 2013, (Übersetzung aus dem Amerikanischen Englisch von Antje Ruhbaum)