München (epd). Vor betrügerischen E-Mails im Zusammenhang mit dem Rundfunkbeitrag warnt die Verbraucherzentrale Bayern. Die Nachrichten trügen den Betreff "Ihr Zahlungsplan für den Rundfunkbeitrag ab 2026", teilte die Verbraucherzentrale am Donnerstag in München mit. Durch die Verwendung der Logos von ARD, ZDF und Deutschlandradio wirkten die E-Mails auf den ersten Blick seriös. Es handle sich jedoch um Phishing.

Die Betrüger behaupteten, dass bisherige Zahlungstermine angepasst worden seien, und forderten zur Überweisung eines angeblich offenen Beitrags auf, hieß es. Die E-Mail stamme aber nicht vom Beitragsservice, warnte die Verbraucherzentrale. Verbraucher sollten keinesfalls Geld an die angegebene Kontonummer überweisen.

Täter werben mit angeblichem Rabatt

Hinweise auf den Betrugsversuch seien etwa eine unpersönliche Anrede wie "Sehr geehrte Damen und Herren", eine unbekannte Beitragsnummer und eine ausländische Bankverbindung. Zudem werben die Täter mit einem angeblichen Rabatt für Vorauszahlungen. Der offizielle Beitragsservice hingegen verschicke keine Zahlungsaufforderungen per E-Mail, so die Verbraucherzentrale. Der Rundfunkbeitrag werde pro Wohnung entrichtet - einen Rabatt gebe es nicht.

Auch auf der Website des Beitragsservice (www.rundfunkbeitrag.de) wird vor den gefälschten E-Mails gewarnt. Die Verbraucherzentrale bietet bei Fragen zum Rundfunkbeitrag kostenfrei Rat an: über die Website www.verbraucherzentrale.bayern oder telefonisch unter 089/55 27 94-0.

"Phishing" bezeichnet den kriminellen Versuch, über gefälschte E-Mails, Kurznachrichten oder Websites an persönliche Daten eines Nutzers zu gelangen. Über erschlichene Passwörter können dann etwa Konten geplündert werden. Das Wort ist ein englisches Kunstwort aus den englischen Wörtern "fishing" (Angeln) und "phreaking" (Computer-Hacken).