Fürth, Nürnberg (epd). Eine Studierendengruppe der Evangelischen Hochschule Nürnberg (EVHN) und die Diakonie Fürth wollen Frauen mit geringem Einkommen den Zugang zu sicheren Verhütungsmitteln erleichtern. Mit dem Projekt "Verhütung für Alle" wird ein spezieller Fonds aufgebaut, um eine finanzielle Versorgungslücke bei der Familienplanung zu schließen, wie die Diakonie Fürth mitteilte.
Das Projekt wurde von vier Studierenden der Sozialen Arbeit initiiert. Sie weisen darauf hin, dass Frauen ab dem 22. Lebensjahr in der Regel keinen Anspruch mehr auf kostenfreie Verhütungsmittel haben. Für Personen mit geringem Budget stellten langfristige und sichere Methoden wie die Spirale damit eine oft unüberwindbare Hürde dar. Die Kosten für solche Verhütungsmethoden lägen oft bei mehreren hundert Euro.
Echte Selbstbestimmung statt ungewollter Schwangerschaft
Ziel ist es, über ein sogenanntes Crowdfunding rund 10.000 Euro zu sammeln. Mit dieser Summe könnten etwa 25 bis 35 Frauen über mehrere Jahre hinweg zuverlässig verhüten, hieß es. Die Vergabe der Mittel erfolgt direkt über die staatlich anerkannte Beratungsstelle der Diakonie Fürth. Dort werde auf Grundlage fachlicher Einschätzungen und festgelegter Einkommensgrenzen entschieden, wer Unterstützung erhalte.
Johanna Fenzl, Fachberaterin bei der Diakonie, betont die Relevanz des Vorhabens: Durch den Fonds könnten ungewollte Schwangerschaften sowie die damit verbundenen psychischen und physischen Belastungen vermieden werden. Diakonie-Vorstand Stephan Butt ergänzt, dass die Finanzierung langfristiger Methoden echte Selbstbestimmung und Sicherheit im Leben der Frauen bedeute.