München (epd). Der Bayerische Landesstudierendenrat (BayStuRa) zeigt sich alarmiert über die finanzielle Situation der Studenten. Er verweist laut einer Mitteilung vom Donnerstag auf drastisch gestiegene Kosten für Miete, Lebensmittel und Energie. Laut BayStuRa sind 55 Prozent derjenigen, die Bafög erhalten, auf einen Nebenjob angewiesen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Die Studentenvertreter äußern ihre Sorge angesichts der aktuellen Debatte um die im Koalitionsvertrag der Bundesregierung beschlossene Bafög-Reform. Jüngste Aussagen von Politikern der Union ließen befürchten, dass die versprochenen Verbesserungen ausbleiben könnten, hieß es. "Bafög ist kein Luxus, und Studieren darf keine Frage des Geldbeutels sein", sagte Sprecherin Sabine Kamintzky.

Sätze an tatsächliche Kosten anpassen

Sollte die Reform nicht umgesetzt werden, könnten sich Studienzeiten verlängern und die Zahl der Studienabbrüche steigen. Der BayStuRa fordert die Unionsfraktion auf, die vereinbarte Erhöhung der Bafög-Leistungen umzusetzen. Zudem müssten die Bedarfssätze und Wohnkostenpauschalen an die tatsächlichen Lebenshaltungskosten angepasst werden. "Wer Bildungsaufstiege ermöglichen will, muss auch Verlässlichkeit schaffen", sagte Sprecher Moritz Schmid.