Augsburg (epd). CSU-Chef Markus Söder schließt die bei der Rentenreform geplante faktische Abschaffung der Minijobs aus. "Die Minijobs bleiben", sagte der Parteivorsitzende der "Augsburger Allgemeinen" (Samstagausgabe). Man könne darüber sprechen, wie man Betroffene stärker vor Altersarmut schützen könne: "Aber eine Abschaffung wäre falsch und würde wichtigen Branchen wie der Gastronomie, dem Einzelhandel oder der Landwirtschaft schwer schaden."

Gleichzeitig würde so vielen Menschen der Hinzuverdienst genommen, warnte der bayerische Ministerpräsident. Die Minijobs hätten für die Zukunft der Altersversorgung wenig Bedeutung, die großen Reformen bei der Rente "sind andere: die Abschaffung der Rente mit 63 und der Einstieg in eine kapitalgedeckte Altersvorsorge".

Die schwarz-rote Bundesregierung plant bei ihrer Rentenreform, die geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnisse faktisch abzuschaffen. Der Verdienst bei Minijobs ist auf derzeit 603 Euro pro Monat oder 7.236 Euro pro Jahr begrenzt. Der Arbeitnehmer zahlt keine Sozialabgaben, der Arbeitgeber eine Pauschale von rund 30 Prozent. Künftig sollen auch die Beschäftigten in Renten-, Pflege- und Krankenkasse einzahlen. Ausnahmen soll es nur für Schüler geben.