München (epd). Undichte Dächer, veraltete Sanitäranlagen und marode Hörsäle an bayerischen Hochschulen sollen laut Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) bald der Vergangenheit angehören. Wie der bayerische Politiker am Freitag in München bekanntgab, würden mehr als 120 Sanierungsmaßnahmen im Freistaat in Angriff genommen - "schnell, unbürokratisch und zielgerichtet". Dafür stehe, ergänzend zu den bereits vorgesehenen Mitteln für den Hochschulbau, eine Milliarde Euro aus dem bayerischen Anteil am Länder- und Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz als auch aus dem Schnellbauprogramm des Bundes bereit.
Der Freistaat unterhält den Angaben zufolge im Hochschulbereich Gebäude mit einer Bruttogesamtfläche von rund 6,6 Millionen Quadratmeter. Rund die Hälfte der Gebäude sei älter als 50 Jahre. An rund 30 Standorten würden darum nun Dächer saniert, an etwa 15 Orten Fassaden und Fenster erneuert. Daneben würden an vielen Gebäuden Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und Hygiene umgesetzt, Mensen und Bibliotheken auf den neuesten Stand gebracht. Die Kosten der Sanierungsmaßnahmen beliefen sich auf rund 340 Millionen Euro, alleine 150 Millionen davon für Hochschulen in Oberbayern.