Nürnberg, München (epd). Die Nürnberger evangelische Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern hat am Freitag in München von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) den Bayerischen Verdienstorden erhalten. In der Laudatio hieß es, Hann von Weyhern sei eine "moderne Kirchenfrau, die die Kirche mit Gottvertrauen in die Zukunft führt". Sie stehe für Dialogbereitschaft und den Einsatz für eine offene, solidarische Gesellschaft. Für interreligiöse Verständigung sowie gegen Rassismus und Ausgrenzung setze sie sich unermüdlich ein. Und mit ihrer verbindenden Haltung stärke Hann von Weyhern Kirche als Ort der Begegnung, der Orientierung und der Hoffnung.
Christian Kopp, der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB), gratulierte der Regionalbischöfin und betonte: "Elisabeth Hann von Weyhern ist eine Brückenbauerin und Netzwerkerin. Sie bringt Menschen zusammen und stärkt den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft."
Hann von Weyhern: Anerkennung nicht allein für mich
Hann von Weyhern selbst sagte gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd), sie freue sich über die Auszeichnung "als eine Anerkennung nicht allein für mich, sondern für alle Menschen in meinem Kirchenkreis, die sich haupt- und ehrenamtlich engagieren, damit die Kirche mit ihrer Botschaft in unsere Gesellschaft hineinwirkt". Mehr denn je sei es nötig, einen Beitrag zu leisten, "dass unsere Gesellschaft auch in Zukunft mental und spirituell tragfähig bleibt". In diesen Zeiten brauche es eine intensive Pflege des Miteinanders zusammen mit allen Kirchen, Glaubensgemeinschaften und allen Menschen guten Willens.
Der Bayerische Verdienstorden wird seit 1957 für hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern und das bayerische Volk verliehen. Er zählt zu den höchsten Auszeichnungen des Freistaats Bayern.