Landsberg am Lech (epd). Die internationale Hilfsorganisation Mercy Ships hat erneut einen Einsatz in Madagaskar begonnen. Auf ihrem Hospitalschiff "Africa Mercy" würden in den kommenden Monaten hunderte Menschen chirurgisch behandelt, teilte die Organisation am Freitag in Landsberg am Lech mit. Als erste Patientin wurde eine 69-jährige Frau an den Augen operiert, die dadurch ihr Sehvermögen zurück erhielt, dass sie durch die Krankheit Grauer Star verloren hatte. Mercy Ships rechnet damit, im Rahmen des nun begonnenen Einsatzes mehr als 1.400 Operationen sowie mehr als 1.400 zahnärztliche Behandlungen durchzuführen.

Die Organisation hilft mit ihren Einsätzen und privaten Hospitalschiffen in den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt notleidenden Menschen, die keinen sicheren, zeitnahen und bezahlbaren Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Neben den Operationen will die Organisation in Madagaskar in die nachhaltige Stärkung der Gesundheitssysteme des Landes investieren, indem sie mehr als 22.500 Stunden an Schulungen und Fortbildungen für medizinisches Fachpersonal im ganzen Land anbietet.

Ehrenamtliche Fachkräfte und Spender gesucht

Für die Einsätze der Hilfsorganisation werden kontinuierlich ehrenamtliche Fachkräfte in verschiedenen Berufsfeldern gesucht, etwa in der Chirurgie, Zahnmedizin, Pflege, Gesundheitspädagogik, Schule, Küche, Nautik, Ingenieur- und Agrarwissenschaften. Wer Interesse an einer Mitarbeit bei Mercy Ships hat, kann sich an das Deutschlandbüro mit Sitz in Landsberg am Lech wenden.

Seit der Gründung 1978 war Mercy Ships nach eigenen Angaben in mehr als 55 Ländern im Einsatz und hat dabei Hilfeleistungen im Wert von über 1,85 Milliarden Euro erbracht. Rund 3 Millionen Menschen haben direkt und indirekt von der Arbeit der Organisation profitiert. Mercy Ships ist eine Non-Profit-Organisation mit Hauptsitz in den USA und finanziert sich über Spenden.