Augsburg (epd). Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern hat die AfD als "christen- und kirchenfeindliche Partei" bezeichnet. Dessen Vorsitzender Christian Gärtner warnte bei der Frühjahrsvollversammlung am Samstag in Augsburg vor einer Vereinnahmung des Christentums durch die AfD. Obwohl die Partei das "christliche Abendland" beanspruche, diffamiere sie die Kirche als "Regenbogenkirche" und wolle ihr die Mittel streichen.
Gärtner zeigte sich besorgt über den AfD-Wahlerfolg bei der bayerischen Kommunalwahl im März 2026. Das Komitee plane Anlaufstellen und Formate, um Demokratie zu stärken und auf Extremismus zu reagieren. Die stellvertretende Diözesanratsvorsitzende Silvia Wallner-Moosreiner berichtete von politischem Druck auf kirchliche Veranstaltungen. Für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt prüfe man einen "wirksame Solidarität" mit dem Bistum Magdeburg im Falle einer möglichen AfD-Regierungsbeteiligung.