Fürth (epd). In Bayern lebt jede fünfte Person allein. Im Jahr 2025 betrug die Zahl der Alleinlebenden 2,7 Millionen Personen, was etwa 20 Prozent der bayerischen Gesamtbevölkerung von knapp 13,2 Millionen Menschen entspricht, wie das Bayerische Landesamt für Statistik am Dienstag mitteilte. Von den rund 6,4 Millionen Privathaushalten in Bayern bestehen 41 Prozent aus nur einer Person, damit liege Bayern im deutschen Durchschnitt (42 Prozent), so die aktuellen Erstergebnisse des Mikrozensus 2025.
Der Anteil der Alleinlebenden sei in den bayerischen Großstädten am höchsten, hieß es weiter: In Augsburg, München und Nürnberg besteht jeder zweite Haushalt aus nur einer Person. In den Regierungsbezirken ist der Anteil der Single-Haushalte in Oberbayern und der Oberpfalz mit 43 Prozent am höchsten, in Niederbayern und Unterfranken liegt er dagegen nur bei 38 Prozent.
Größere Haushalte seit Jahren rückläufig
Der Anteil der Einpersonenhaushalte ist seit 1965 von 23 auf 41 Prozent gestiegen. Stark zurückgegangen sind dagegen größere Haushalte: Im Jahr 1965 bestand den Angaben zufolge noch die Hälfte aller Haushalte aus mindestens drei Personen, 2025 war es nur noch ein Viertel. Im Durchschnitt wohnten in Bayern 2025 zwei Personen in einem Haushalt zusammen.
Insgesamt betrachtet leben Frauen und Männer in etwa gleich häufig allein. Im Alter zwischen 25 und 30 Jahren leben Männer deutlich häufiger allein als Frauen, ab einem Alter von 75 Jahren leben dagegen in über drei Viertel der Einpersonenhaushalte Frauen. Dies lasse sich auch durch die höhere Lebenserwartung von Frauen erklären, hieß es in der Mitteilung.
Auch WG-Bewohner gelten als Einpersonenhaushalt
Personen, die in Wohngemeinschaften leben, werden den Angaben zufolge in der Statistik ebenfalls als Einpersonenhaushalte erfasst, da sie in der Regel nicht zusammen wirtschaften und nach der Definition im Mikrozensus keinen gemeinsamen Haushalt bilden. Die Ergebnisse stammen aus dem Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Deutschland, die, mit wenigen Ausnahmen, seit 1957 jährlich durchgeführt wird.