München, Fürth (epd). Infolge des Kriegs im Iran steigen die Preise in Deutschland weiter. Das Münchner ifo-Institut für Wirtschaftsforschung geht davon aus, dass die Inflationsrate in den kommenden Monaten die 3 Prozent-Marke überschreiten wird, heißt es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Laut dem Bayerischen Landesamt für Statistik habe der Wert in Bayern im April bereits 2,9 Prozent erreicht, das sind 0,5 Prozent mehr als im Monat zuvor.

Nach Angaben des ifo-Instituts stellten deutsche Unternehmen ihre gestiegenen Energiekosten vermehrt dem Endverbraucher in Rechnung. Die derzeitige Preiserwartung sei demnach so hoch wie seit Januar 2023 nicht mehr. Vor allem betroffen: die Preise energieintensiver Unternehmen, allen voran der Chemieindustrie. Die Kostenentwicklung sei aber auch in konsumnahen Bereichen wie Gastronomie und Einzelhandel spürbar, heißt es weiter. Für Nahrungsmittel bezahlten bayerische Kundinnen und Kunden im April 0,3 Prozent mehr als noch im März und 1,5 Prozent mehr als im April 2025, so Bayerns Statistisches Landesamt. Die Preise für Haushaltsenergie und Kraftstoffe seien aktuell 2,4 Prozent teurer als im Vormonat, und 9,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.