München (epd). Für Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Arbeitsministerin Ulrike Scharf (beide CSU) kommt ein Aufweichen des Ladenschlusses an Sonn- und Feiertagen nicht infrage. Laut einer Mitteilung vom Donnerstag sind die Ruhetage "kein verhandelbares Gut, sondern durch das Grundgesetz und die Bayerische Verfassung besonders geschützt und Ausdruck unserer kulturellen Identität", so Herrmann. An dem Schutz von Arbeitnehmenden werde in Bayern nicht gerüttelt.

Ministerin Scharf sagte, sie habe das bayerische Ladenschlussgesetz im vergangenen Jahr reformiert und dabei "gute Kompromisse gefunden". So könnten Kleinstsupermärkte ohne Personal täglich 24 Stunden öffnen. Auch Öffnungen von Bäckereien seien möglich, ebenso von Verkaufsstellen an Flughäfen, Bahnhöfen und Busterminals. Hinzu komme für Kommunen die Möglichkeit, zu besonderen Anlässen unbürokratisch bis zu vier verkaufsoffene Sonn- und Feiertage zuzulassen.