Würzburg (epd). Der Würzburger Friedenspreis 2026 geht an die Würzburger Gruppe von "Omas gegen Rechts". Das Friedenspreis-Komitee würdige damit "das konsequente Engagement der Omas gegen Rechts Würzburg im Kampf für Demokratie und Vielfalt sowie gegen Rassismus und rechtsextremes Gedankengut", heißt es in der Mitteilung von Freitagnachmittag. Verliehen wird die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung am 26. Juli ab 11 Uhr bei einer öffentlichen Feierstunde im Mainfranken Theater.

"Egal, ob bei Kundgebungen zum Schutz unseres demokratischen Zusammenlebens oder bei Protestaktionen gegen rechte Parteien oder Gruppierungen: Die Omas gegen Rechts sind immer vor Ort und treten lautstark für eine friedliche und diverse Gemeinschaft ein", heißt es in der Jury-Begründung weiter. Gerade mit Blick auf den Rechtsruck und darauf, dass menschenfeindliche Positionen zunehmend normalisiert werden, könne das Engagement der "Omas gegen Rechts" in Würzburg "nicht genug gewürdigt werden".

Bei "Omas gegen Rechts" sind nicht nur Rentnerinnen

Die "Omas gegen Rechts" in Würzburg gehören zu einer bundesweiten Initiative. Sie vereinen Menschen, die sich parteiunabhängig für eine demokratische Zukunft einsetzen wollen. Das Wort "Omas" dürfe man dabei nicht wörtlich nehmen, denn Alter und Geschlecht seien dabei irrelevant, heißt es in der Mitteilung. Wichtig seien die gemeinsamen demokratischen Werte und die Bereitschaft, aktiv in die Gesellschaft hineinzuwirken. Dabei arbeiteten die Omas mit zahlreichen anderen Organisationen zusammen.

Der Würzburger Friedenspreis wird seit 1995 jährlich an eine Gruppe oder Einzelpersonen aus der Region verliehen, die sich besonders für Frieden und gewaltfreie Konfliktbearbeitung, für Völkerverständigung oder die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen eingesetzt haben. Vergeben wird der Preis vom Friedenspreis-Komitee, das aus 30 Gruppen der Friedens- und Umweltarbeit, aus Parteien, Organisationen und Verbänden besteht. Heuer wird er zum 32. Mal verliehen.