Bamberg (epd). Der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg (DiCV) und das Diakonische Werk Bamberg-Forchheim beteiligen sich am Sonntag (28. Juni) am Bamberger Sozialprotest gegen die geplanten Sozialstaatsreformen. Wie der katholische Wohlfahrtsverband am Mittwoch mitteilte, soll die Teilnahme ein Zeichen dafür sein, dass Reformen nicht zulasten derjenigen gehen dürfen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Die von der Bundesregierung geplanten Einsparungen könnten Auswirkungen gerade auf Familien mit geringem Einkommen, Menschen mit Behinderung, Pflegebedürftige oder pflegende Angehörige haben.

Bei der Rentenreform müsse Pflegearbeit auch künftig in vollem Umfang rentenrechtlich anerkannt werden, sagte die stellvertretende Direktorin des DiCV Bamberg, Ursula Kundmüller, laut der Mitteilung. Zudem sei die geplante Aufweichung der Regelungen zur Refinanzierung tarifgebundener Gehälter in Pflegeeinrichtungen besorgniserregend. Besonders kritisch sieht der Verband die diskutierten Sparvorschläge in der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung. Der DiCV appelliert an die Politik, bei allen Reformvorhaben die Auswirkungen auf besonders verletzliche Bevölkerungsgruppen sorgfältig zu prüfen.