Augsburg (epd). Der Augsburger Jurist Christoph Becker wird zum 1. Oktober neue Ansprechperson der Diözese Augsburg für Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs und körperlicher Gewalt. Zuständig sei er für Fälle an Minderjährigen sowie an schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen, teilte das Bistum Augsburg am Mittwoch mit. Becker folgt auf Andreas Hatzung, der das Amt zuvor innehatte.
Becker ist Jura-Professor an der Universität Augsburg. Der Augsburger Bischof Bertram Meier dankte ihm laut Mitteilung für die Bereitschaft, die "überaus anspruchsvolle Aufgabe" zu übernehmen. Dafür seien sowohl fachliche Expertise als auch "großes Fingerspitzengefühl" erforderlich.
Anerkennung für Andreas Hatzung
Becker folgt auf Andreas Hatzung, der nach zwei jeweils dreijährigen Amtszeiten aus dem Amt scheidet. Bischof Meier würdigte dessen langjähriges Engagement. Hatzungs Arbeit sei ein "außergewöhnlicher Dienst an den hilfesuchenden Menschen" gewesen und habe eine wichtige Bedeutung für die Vertrauens- und Glaubwürdigkeit der Kirche gehabt.
Als weitere Ansprechperson steht weiterhin Rechtsanwältin Mandana Mauss zur Verfügung. Sie ist vom Weißen Ring als Opferanwältin zertifiziert.