Kulmbach (epd). Die bayernweite Kampagne "1+1. Mit Arbeitslosen teilen" der bayerischen evangelischen Landeskirche ist in Kulmbach eröffnet worden. Mit der Spendenaktion sollen neue Perspektiven für langzeitarbeitslose Menschen und Jugendliche eröffnet werden, teilte der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (kda) am Donnerstag mit. Der bayernweite Kollekten-Sonntag zugunsten der "Aktion 1+1" ist am 5. Juli.
In diesem Jahr nimmt die Kampagne Unterstützerinstitutionen in den Blick. So sei der Einsatz für arbeitslose Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen in Zeiten von Sozialkürzungen wichtiger denn je, hieß es. Der Leiter der Jugendwerkstatt Kulmbach, Peter Engelhardt, nannte als Beispiel jugendliche "Spezialfälle", die durch Förderraster wie etwa Arbeitsagenturen fielen. Sie bekämen in der Jugendwerkstatt der Diakonie "eine Chance auf Ausbildung und Beschäftigung in Malerbetrieb, Schreinerei oder Wäscherei und werden dabei pädagogisch begleitet".
Jeder gespendete Euro wird verdoppelt
"Kirche ist da, wo Menschen keine andere Unterstützung haben", sagte Luca-Fynn Schieblich, der Vizepräsident der bayerischen Landessynode. Die "Aktion 1+1" wurde 1994 ins Leben gerufen und ist Teil des "Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt". Jeder gespendete Euro wird aus Haushaltsmitteln der bayerischen Landeskirche verdoppelt.