München (epd). Diabetes-Sensoren oder Inhalationsgeräte werden bislang auf Papier verordnet - das wollen sieben gesetzliche Krankenkassen nun durch eine elektronische Verordnung für nahezu alle Hilfsmittel ändern. München und Ingolstadt testen als Modellregionen, wie der Prozess von der ärztlichen Verordnung bis zur Einlösung beim Hilfsmittelanbieter digitalisiert werden kann, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Krankenkassen vom Donnerstag. Ziel sei es, damit den Weg für einen bundesweiten Standard zu ebnen. Zuletzt hätten die Krankenkassen rund 33 Millionen Papierverordnungen pro Jahr registriert.

Zu den Hilfsmitteln, um die es bei der "eVerordnung" geht, zählen Produkte aus der Medizintechnik und dem Homecare-Bereich wie Atemtherapiegeräte oder Inkontinenzartikel. Ausgenommen seien den Angaben zufolge Seh- und Hörhilfen sowie Pflegehilfsmittel. Die eVerordnung soll durch automatische Prüflogiken Fehlerquellen ausschalten und Ärzte, Versicherte, Sanitätshäuser, Apotheken sowie Krankenkassen entlasten. Versicherte sollen die Verordnung direkt in ihre Krankenkassen-App aufs Smartphone bekommen. Bei den sieben Krankenkassen handelt es sich um: AOK Bayern, BARMER, BIG direkt gesund, DAK-Gesundheit, HEK, IKK classic und Techniker Krankenkasse.