München (epd). Die Grünen-Fraktion hat am Montag mehrere Anträge zum Thema "Wassersensibles Planen und Bauen in Bayern" in den Landtag eingebracht. Angesichts der Anpassung an den Klimawandel müsse man "an allen Stellschrauben drehen, die wir haben", sagte Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Landtags-Grünen, bei einem Pressegespräch: "Wir dürfen keinen Tropfen Regenwasser mehr verschwenden." Deshalb habe man sich nun den Bausektor angeschaut.

In den Anträgen fordern die Grünen, das Thema Wasser bei der Siedlungsentwicklung von Anfang an mitzudenken. Das Schwammstadtprinzip müsse im bayerischen Planungs- und Baurecht verbindlich verankert werden. Dieses Prinzip beschreibt eine Siedlungsentwicklung, die Regenwasser aufnimmt, zurückhält, speichert, verdunstet und geordnet ableitet, anstatt es so schnell wie möglich in die Kanalisation zu leiten. Gründächer, Zisternen und Versickerungsflächen müssten Standard werden.

Verbände unterstützen Forderungen

Da wassersensibles Bauen eine Querschnittsaufgabe sei, fordern die Landtags-Grünen außerdem eine ressortübergreifende "Task-Force" aus Vertretern aus Politik, Planungsberufen, Handwerk, den kommunalen Spitzenverbänden und der Verbändekooperation "Wassersensibles Planen und Bauen". Außerdem sollten Förderangebote gebündelt und das Schwammstadtprinzip in Studiengänge, Ausbildung und Weiterbildung integriert werden. Öffentliche Flächen müssten möglichst entsiegelt werden.

Die Verbändekooperation "Wassersensibles Planen und Bauen",besteht aus dem bayerischen Landesverband der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall, der Bayerischen Architektenkammer, dem Bayerischer Handwerkstag sowie der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau und unterstützt die am Montag vorgestellten Forderungen der Grünen.