München (epd). An diesem Donnerstag (28. April) beschäftigt sich der Sozialausschuss im bayerischen Landtag mit einer möglichen Landeselternvertretung im Kita-Bereich. Bislang existiere kein Gremium, das die Bedürfnisse der Familien mit Kindern im Kita-Alter gegenüber dem Sozialministerium vertritt, teilte der Sprecher für frühkindliche Bildung der Landtags-Grünen und stellvertretende Vorsitzende der Kinderkommission des Landtags, Johannes Becher, am Dienstag mit. Der Gesetzentwurf wurde von Grünen, SPD und FDP eingebracht. Darin wird die Einrichtung einer Landeselternvertretung gefordert, die vom Sozialministerium bei betreffenden Themen informiert und gehört werden muss.

Wesentliche Rahmenbedingungen der frühkindlichen Bildung in Bayern würden auf Landesebene festgelegt, teilte Bechers Büro weiter mit. Als Beispiel werden etwa die Corona-Maßnahmen in den Kitas genannt sowie Qualitätsstandards und Personalschlüssel. Der Freistaat mache seine Vorgaben, ohne regelmäßig abzugleichen, ob diese sich noch mit der Lebensrealität der Familien vertragen. "Kita-Eltern in Bayern müssen endlich gehört und die Interessen ihrer Kinder berücksichtigt werden", forderte Becher. Das gelinge mit einer demokratisch legitimierten Landeselternvertretung, einer Servicestelle für Elternarbeit und der Möglichkeit, Gesamtelternbeiräte in den Kommunen einzurichten.