Auf dem Dach einer der größten evangelischen Kirchen Münchens wird jetzt Solarstrom produziert: Die denkmalgeschützte Auferstehungskirche im Westend hat eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 65 Kilowatt in Betrieb genommen. Gespeichert wird die Energie in zwei Batteriespeichern mit jeweils 30 Kilowattstunden Kapazität.

"Die Photovoltaikanlage ist ein wichtiger Schritt, um unsere Kirche umwelt- und klimafreundlicher zu machen", sagte der geschäftsführende Pfarrer Claus-Philipp Zahn laut einer Mitteilung der Kirche.

Die 1931 eingeweihte Kirche im Westend zähle zu den größten evangelischen Gotteshäusern der bayerischen Landeshauptstadt. Die Installation ist Teil eines umfassenden Modernisierungs- und Klimaschutzprojektes der Kirchengemeinde.

Auflagen des Denkmalschutzes erfüllt

Für die Montage auf dem Satteldach waren verschiedene Genehmigungen nötig. Die Untere Denkmalschutzbehörde der Stadt München erlaubte die Installation unter Auflagen. So mussten etwa "monochrome dunkle Solarmodule ohne glänzende metallische Rahmungen" verwendet werden. Zudem durften die beiden Dachflächen über dem Kirchenschiff nicht vollständig belegt werden.

Vor Beginn der Arbeiten sei der Dachstuhl untersucht und morsche Dachlatten seien erneuert worden. Die Statik des 95 Jahre alten Gebäudes musste vorab geprüft werden. Im Juli begann die Installation der Wechselrichter im Keller und der Solarmodule im August. Der erzeugte Solarstrom wird laut Gemeinde vorrangig in der Kirche, dem Gemeindehaus, dem Pfarrhaus und der Mesnerwohnung verbraucht.

Die Maßnahme stehe im Einklang mit den Vorgaben des im Juli 2024 in Kraft getretenen Klimaschutzgesetzes der bayerischen Landeskirche. Dieses sieht eine CO2-Reduktion um 90 Prozent bis 2035 vor. Langfristig ist zudem geplant, die veraltete Erdgas-Luftheizung durch eine moderne Wärmepumpe zu ersetzen.