München (epd). Nach dem Attentat an einem Gymnasium in Schongau hat die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Gegen den 16-jährigen Beschuldigten wird wegen des Verdachts des zweifachen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung ermittelt, wie die Generalstaatsanwaltschaft München am Dienstag mitteilte. Bei der ZET landet der Fall nun, weil Anhaltspunkte für eine extremistische Tatmotivation bestehen.
Verschiedenen Medienberichten zufolge soll der 16-jährige Beschuldigte ein 19-seitiges Manifest verfasst haben, in dem er sich massiv abwertend über Muslime, Homosexuelle und vor allem auch Frauen äußert. Die Ermittler hatten in den vergangenen Tagen die Echtheit des Manifests überprüft - vom Ergebnis dieser Prüfung sollte abhängen, ob die Extremismus-Sonderermittler den Schongau-Fall an sich ziehen. Das ist nun passiert. Allerdings will die Behörde das mit Blick auf die laufenden Ermittlungen nicht weiter kommentieren.
Zwei 13-jährige Mädchen schwer verletzt
Am vergangenen Mittwochmittag waren am Welfen-Gymnasium in Schongau zwei 13-jährige Mädchen mit einem Messer schwer verletzt worden. Die Polizei nahm daraufhin den 16-jährigen Beschuldigten fest.