Volkach, Kolbermoor (epd). Jona Manow ist mit dem "Korbinian - Paul-Maar-Preis für neue Talente" ausgezeichnet worden. Die Ehrung fand am Donnerstagabend in Kolbermoor (Kreis Rosenheim) statt, wie die Akademie für Kinder- und Jugendliteratur am Freitag in Volkach mitteilte. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wurde heuer zum 17. Mal verliehen.
Manow erhielt die Auszeichnung für seinen Kinder-Debütroman "Spion Nr. 9 und die Kunst, nicht aufzufallen". Paul Maar gratulierte ihm per Videobotschaft. Dem Preisträger sei ein Plädoyer für die Einzigartigkeit von Kindern gelungen, sagte Akademiepräsidentin Claudia Maria Pecher.
Sensibel und humorvoll erzählt Manow von Neurodiversität
Das Buch sei "eine Einladung, öfter mal die Blickrichtung zu wechseln", so Pecher in ihrer Laudatio. Mit Sensibilität und Humor erzähle Manow von Neurodiversität, ohne seine Hauptfigur auf diagnostische Kategorien zu reduzieren. Estrich sei eine eigenwillige, vielschichtige und liebenswerte Figur.
Nominiert waren heuer zudem fünf Autorinnen: Ada Diagne (BAOBAB), Eva Kranenburg (Freunde), Amani Padda (Bevor der Himmel reißt), Ulla Schuh (Ich in 100 Teilen) und Sonja M. Schultz (Mauerpogo). Ihnen wurden neben Urkunden auch "Korbinian"-Miniaturen überreicht.
Die Idee zu dem Preis hatte einst der Kinderbuchautor Paul Maar ("Das Sams"). Er stiftet seither mit der Bayernwerk AG zusammen das Preisgeld. Neben der Preissumme gibt es einen Bären aus Holz - den Korbinian, gestaltet nach einer Vorlage von Maar. Die Akademie lobt zudem regelmäßig einen Nachwuchspreis für junge Illustratoren ("Serafina") aus. Vergeben wird der Paul-Maar-Preis seit einigen Jahren zusammen mit dem Kinder-Bibliothekspreis.