Nürnberg (epd). Die gemeinnützige Heinz und Inge Tschech Stiftung, verwaltet von der Stadt Nürnberg, begeht in diesem Jahr ihr 25. Jubiläum. Die Stiftung fördert Menschen mit Hörbehinderung und seit 2025 auch Vorhaben im gesundheitlichen und wissenschaftlichen Bereich, teilte die Stadt Nürnberg am Donnerstag mit. Gefeiert wird zugleich das Andenken an Inge Tschech, die in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag begangen hätte. Sie gründete die Stiftung 2001 zusammen mit ihrem Sohn nach dem Tod ihres gehörlosen Ehemannes.

Als jahrelange Lehrerin an Nürnberger Volksschulen habe Tschech pädagogische Erfahrung und soziales Verantwortungsbewusstsein in die Stiftungsarbeit eingebracht und sich mit großem persönlichem Einsatz für hörbehinderte Menschen in Nürnberg eingesetzt, hieß es. 2019 verstarb die Gründerin, ihr Engagement wirke in der Stiftung bis heute fort. Diese konzentriert sich auf die Förderung von Ausbildungsmöglichkeiten für Menschen mit Hörbehinderung.

Ziel: Auch Ursachen von Hörbehinderungen bekämpfen

Zu den geförderten Institutionen zählen unter anderem das Berufsbildungswerk Bezirk Mittelfranken, die Gesellschaft Inklusion Bildung, die Paul-Ritter-Schule sowie die Offenen Hilfen für Hörgeschädigte von Regens Wagner Zell. Die jährliche Fördersumme beträgt rund 35.000 Euro. Seit 2025 können auch Projekte im gesundheitlichen und wissenschaftlichen Bereich unterstützt werden, mit dem Ziel, nicht nur Folgen, sondern bereits die Ursachen von Hörbehinderungen zu bekämpfen, teilte die Stadt mit.