Nürnberg (epd). Nürnberg feiert am Mittwoch (19. August) den Gedenktag seines Stadtpatrons Sebald. Die evangelische Sebalduskirche lädt aus diesem Anlass zu einem besonderen Nachmittag und Abend ein, wie die Kirchengemeinde St. Sebald am Freitag mitteilte. Ab 15 Uhr ist der Eintritt in die Kirche frei. Um 17 Uhr wird die traditionelle Ökumenische Sebaldusvesper gefeiert. Rund um den Gottesdienst gibt es Angebote für Familien, eine Führung zum Sebaldusgrab und eine abendliche Turmführung.

Der Einsiedler Sebald gehört seit dem Mittelalter zu den prägenden Gestalten der Nürnberger Stadtgeschichte. Sein Grab in St. Sebald wurde über Jahrhunderte zu einem religiösen und städtischen Identifikationsort. Bis heute erinnert auch der Name der Sebalduskirche daran, wie eng die Geschichte der Kirche mit der Geschichte Nürnbergs verbunden ist.

"Ein Stück Nürnberger Geschichte und Identität"

"Der Sebaldustag ist deshalb für uns nicht nur ein kirchlicher Gedenktag", sagte Sebalduspfarrer Martin Brons. "Wir feiern den Patron unserer Stadt und damit ein Stück Nürnberger Geschichte und Identität." St. Sebald sei über Jahrhunderte Bürgerkirche und geistliches Zentrum der Stadt gewesen.

Wer den Sebaldustag musikalisch mitgestalten möchte, kann im Chor mitsingen: Für die Sebaldusvesper entsteht ein offener Projektchor der Pachelbel Chorakademie. Unter der Leitung von Sebalduskantor Alexander Rebetge werden das "Magnificat & Nunc dimittis" von George Dyson sowie Peter Hurfords "Litany to the Holy Spirit" einstudiert. Die Proben finden ab Sonntag (16.08.) in St. Sebald statt.