München (epd). Die Veranstalter der Christopher-Street-Day-Paraden in Bayern stehen nach dem Anschlag am vergangenen Wochenende in Berlin im engen Austausch mit den Sicherheitsbehörden. Für den CSD in Amberg, der am Samstag (1. August) stattfindet, wurde in Absprache mit der Polizei die geplante Route geändert, teilte der Verein "Kunterbunt Amberg" auf Instagram mit. Die Polizei sehe sich "nach einer internen Re-Evaluation derzeit nicht in der Lage, die Sicherheit der Teilnehmenden während der ursprünglich geplanten Demo-Route vollständig zu gewährleisten", hieß es weiter. Ein Teil der Route werde deshalb auf verkehrsärmere Straßen verlegt.
Der "Förderverein Christopher-Street-Day Nürnberg" teilte in einer Pressemitteilung mit, für die am 8. August geplante CSD-Demo in Nürnberg habe man sich mit der Stadt, der Polizei und den zuständigen Sicherheitsbehörden über die aktuelle Lage ausgetauscht. Das bestehende Sicherheitskonzept sei umfassend überprüft und "an einzelnen Stellen nochmals nachgeschärft" worden und werde von den Behörden nun als "angemessen und ausreichend" eingeschätzt.
Weiterhin Sichtbarkeit zeigen
Auch der Verein "Allgäu Pride" teilte dem Evangelischen Pressedienst (epd) auf Nachfrage mit, zu den geplanten CSDs in Kempten (1. August) sowie in Kaufbeuren (12. September) stünden sie "in engem Austausch mit den örtlichen Behörden" und bemühten sich "um größtmögliche Sicherheit".
Die Organisatoren des CSD in Landshut wollen sich eigenen Angaben zufolge "zeitnah mit der Polizei und dem Ordnungsamt zusammensetzen", um das Sicherheitskonzept für die Parade, die am 26. September stattfindet, nochmals zu überprüfen. Auf Nachfrage sagte der Verein "Queer in Niederbayern" dem epd, dass die Kooperation mit der Polizei sehr gut sei. "Wir werden uns als queere Community nicht einschüchtern lassen, im Gegenteil, wir werden weiterhin Sichtbarkeit zeigen, durchaus auch noch mehr", so die Organisatoren weiter. Bis Ende September sind auf einer bundesweiten Übersichtsseite noch 17 CSD-Termine in Bayern aufgeführt.