München (epd). Das Erzbistum München unterstützt die Menschen im Tschad mit 200.000 Euro. Die Spende gehe an die Nothilfe von Caritas International, teilte das Erzbistum am Donnerstag mit. Mit dem Geld sollen vor allem Geflüchtete aus dem Bürgerkriegsland Sudan im Südosten des Tschad mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Gegenständen des täglichen Bedarfs und Trinkwasser versorgt werden. Konkret komme die Unterstützung insgesamt 500 Haushalten im Auffangcamp Marassabré und den umliegenden Dörfern zugute, sagte Generalvikar Christoph Klingan.
Seit April 2023 herrscht im Sudan Bürgerkrieg. Die sudanesischen Streitkräfte (SAF) und die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) bekämpfen einander - mit katastrophalen humanitären Folgen für die Zivilbevölkerung, die unter Kriegsverbrechen und Hunger leidet. Laut aktuellen Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) wurden im Sudan seit 2023 rund zwölf Millionen Menschen vertrieben. Wichtiger Zufluchtsort sei der Osten des Tschad, teilte das Erzbistum weiter mit. Laut UNHCR-Angaben sind bis März 2026 rund 918.000 geflüchtete Menschen aus dem Sudan im Tschad angekommen und registriert worden.