München (epd). Mit Festgottesdiensten und Kräutersegnungen begehen Katholikinnen und Katholiken im Erzbistum München und Freising am 15. August das Hochfest Mariä Himmelfahrt. Mehr als 100 Kirchen feierten an diesem Tag ihr Patrozinium, teilte das Erzbistum München-Freising am Freitag mit. Das auch "Hoher Frauentag" genannte Marienfest eröffnet zugleich den traditionellen Frauendreißiger bis zum 14. September, bei dem 30 Tage lang Gläubige zu Gottesdiensten, Andachten und Rosenkranzgebeten zusammenkommen.
Kardinal Reinhard Marx feiert den Festgottesdienst zum 300-jährigen Bestehen der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Schönau (Landkreis Rosenheim). In München stehen unter anderem die Patrozinien in den Wallfahrtskirchen Maria Ramersdorf und St. Maria Thalkirchen sowie der Gottesdienst im Liebfrauendom auf dem Programm. Im Freisinger Mariendom werden zwei Festgottesdienste gefeiert, der Hauptgottesdienst wird mit einer Kräutersegnung verbunden.
Wundersamer Kräuterduft am Grab Mariens
Nach katholischer Tradition bringen Gläubige zu Mariä Himmelfahrt Kräutersträuße mit, die im Gottesdienst gesegnet werden. Der Brauch erinnert an die Überlieferung, wonach das Grab Mariens von einem besonderen Kräuterduft erfüllt gewesen sei. Die Buschen aus Heil-, Gewürz- und Getreidepflanzen gelten als Zeichen der Dankbarkeit für die Schöpfung und der Bitte um Gottes Segen.