Fürth (epd). Mitten in der Hitzewelle hat das Bayerische Landesamt für Statistik Zahlen und Fakten zu den hohen Temperaturen zusammengetragen - mit einigen Überraschungen. So sei die Produktion von Klimaanlagen und -geräten in Bayern rückläufig, teilte das Landesamt am Donnerstag mit. Im Jahr 2025 wurden landesweit rund 67.000 solcher Geräte hergestellt. Im Jahr 2020 waren es noch 108.000 Stück.
Auch die medizinischen Folgen von Hitze sowie die hitzebedingten Sterbefälle sind über die Jahre weniger geworden: Zwischen 2000 und 2024 seien jährlich durchschnittlich 288,4 vollstationäre Behandlungsfälle in bayerischen Krankenhäusern gezählt worden, dazu zählen etwa Hitzschlag und Sonnenstich. Die Höchstwerte gab es in den Jahren 2015 und 2003 mit 552 beziehungsweise 530 Fällen. Im Jahr 2024 waren es nur 156 Patienten, die infolge von Hitze vollstationär behandelt werden mussten.
2025: Hitzebedingte Sterblichkeit auf niedrigem Niveau
Auch die Hitze-assoziierte Sterblichkeit lag 2025 - trotz eines heißen Sommers - auf einem niedrigen Niveau: nämlich bei 77. Im Jahr 2024 wurden 45 solcher Todesfälle gezählt. Besonders viele hitze-assoziierte Todesfälle aufgrund von Hitze gab es 2018 (463), 2019 (433) und 2022 (747). Im Jahr 2022 sei allerdings noch eine intensive Covid-Welle im Sommer dazugekommen, teilte das Landesamt mit.
In die Höhe gegangen sind dafür die Preise für Erfrischungsgetränke und Sonnenschutz in den vergangenen zehn Jahren. Seit 2015 sei Mineralwasser um knapp 26 Prozent teurer geworden, die übrigen Erfrischungsgetränke - vor allem Softdrinks - um 60 Prozent. Auch Käppis und Hüte sind heute deutlich teurer - und zwar um rund 44 Prozent im Vergleich zu 2015.