Bamberg (epd). Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hält Waffenlieferungen an die Ukraine für legitim, wenn sie zur Selbstverteidigung eingesetzt werden. In einem Interview mit dem Fränkischen Tag (Mittwochsausgabe) sagte Schick, das Recht auf Selbstverteidigung gehöre zu den Grundrechten jedes Menschen. "Wenn Waffen geliefert werden, dann darf es nicht darum gehen, das Kriegspotenzial oder die Gewaltspirale zu erhöhen, sondern Selbstverteidigung zu ermöglichen und den Krieg zu beenden", sagte der Erzbischof. Es sei auch Christenpflicht, bei Selbstverteidigung auf Frieden zu setzen.

"Waffenlieferungen sind bei Jesus kein Thema, aber das Recht auf Selbstverteidigung würde auch Jesus bejahen", sagte Schick weiter. Schick forderte, dass sich alle, "vom Papst angefangen bis zum einzelnen Christen", dafür einsetzen, dass der Krieg in der Ukraine beendet wird, unabhängig vom Erfolg. "Wir Christen haben immer die Hoffnung, dass Gott aus unseren - auch kleinsten Bemühungen - etwas Gutes machen kann."