München, Mainz, Bonn (epd). Bei der am Sonntag zu Ende gegangenen Fußball-Weltmeisterschaft haben durchschnittlich 8,69 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer Livespiele in den öffentlich-rechtlichen Sendern eingeschaltet, die vor Mitternacht angepfiffen wurden. Das entspricht einem durchschnittlichen Marktanteil von 43,9 Prozent, wie ARD und ZDF am Montag in München und Mainz gemeinsam mitteilten. Stark war demnach das Interesse vor allem in der jüngeren Zielgruppe - hier waren es 2,65 Millionen Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren mit einem Marktanteil von 57,6 Prozent.

Erfolgreichste Einzelübertragungen

Über alle Spiele hinweg, die ARD und ZDF bei dieser WM live übertrugen, waren es im Schnitt 5,92 Millionen Zuschauer mit einem Marktanteil von 42,3 Prozent. In der jüngeren Zielgruppe waren es den Angaben zufolge 1,80 Millionen und 55,2 Prozent Marktanteil.

Die erfolgreichsten Einzelübertragungen waren demnach die beiden Vorrundenspiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Curaçao am 14. Juni in der ARD und gegen Ecuador am 25. Juni in der ARD. Das Auftaktspiel gegen Curaçao sahen durchschnittlich 24,01 Millionen Zuschauer, das war ein Marktanteil von 70 Prozent. Die letzte Vorrundenpartie gegen Ecuador interessierte 19,08 Millionen Zuschauende, sie erreichte damit einen Marktanteil von 71,7 Prozent.

Bei den nicht-deutschen Spielen liegt das vom ZDF übertragene Finale am Sonntagabend mit einer durchschnittlichen Sehbeteiligung von 17,36 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 65,1 Prozent auf Platz eins. Angetreten war Spanien gegen Argentinien. Die spanische Mannschaft setzte sich nach Verlängerung mit 1:0 durch.

Mit Abstand erfolgreichster Event-Livestream

Die Event-Livestreams in den Mediatheken von ARD und ZDF waren ebenfalls stark nachgefragt, wie die beiden Sender mitteilten. Insgesamt wurden diese 122 Millionen Mal abgerufen (ohne Finale).

Der ZDF-Livestream des Endspiels Spanien gegen Argentinien ist nach Views und Sehvolumen der mit Abstand erfolgreichste Event-Livestream im ZDF-Streaming-Portal mit 11,29 Millionen Views, wie es vom ZDF hieß.

ARD und ZDF waren Sublizenznehmer

Derweil sicherte sich die Deutsche Telekom die Medienrechte an der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer 2030. Damit werden alle 104 Partien des Turniers erneut bei dem kostenpflichtigen Sender MagentaTV zu sehen sein, wie die Telekom am Sonntagabend in Bonn mitteilte.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2030 findet vom 8. Juni bis zum 21. Juli zum Großteil in Spanien, Portugal und Marokko statt. Zudem werden die ersten drei Partien in Uruguay, Argentinien und Paraguay ausgetragen.

Die Deutsche Telekom hatte bereits für die WM 2026 vom Fußball-Weltverband FIFA sämtliche Übertragungsrechte für den deutschen Markt gekauft. ARD und ZDF erwarben als Sublizenznehmer das Recht, 60 der 104 Spiele zu zeigen. Dafür zahlten sie nach Informationen des Evangelischen Pressedienstes (epd) rund 152 Millionen Euro an die Deutsche Telekom.