Nürnberg (epd). Die Diakonie Nürnberg-Mögeldorf schließt sich zum 1. Januar mit der Stadtmission Nürnberg zusammen. Dafür haben sich die Mitglieder des Evangelischen Gemeindevereins Nürnberg-Mögeldorf ausgesprochen, wie die Stadtmission am Freitag mitteilte. Es sei "eine zukunftsweisende Entscheidung", da die diakonischen Einrichtungen und Dienste in Mögeldorf so gesichert und weiterentwickelt werden könnten. Geplant ist zudem, dass auch die Diakonie Fürth dem Verbund beitritt.

Im Wandel der Sozialwirtschaft stehen laut Stadtmission gerade kleinere diakonische Träger vor großen Herausforderungen. Auch für die Diakonie Nürnberg-Mögeldorf sei die wirtschaftliche Situation seit einigen Jahren schwierig, weswegen sich der Trägerverein mit der Stadtmission Nürnberg eine Partnerin an die Seite geholt habe.

Es entsteht einer der größten Sozialträger in der Region

Die Arbeit der Diakonie in Mögeldorf solle gestärkt und ausgebaut werden, sagte Stadtmissions-Vorstandsvorsitzender Kai Stähler. Der Zusammenschluss sichere Zukunft und Versorgung, so die Gemeindevereins-Vorständin Angelika Pfab. Für die Klientinnen und Klienten in Mögeldorf soll sich laut den Vorständen nichts ändern, auch nicht für die Diakonie-Mitarbeitenden.

Die Diakonie in Mögeldorf kümmert sich mit rund 250 Mitarbeitenden in 14 Einrichtungen um Menschen, die Unterstützung brauchen: in einer Kindertagestätte, in Wohn- und Pflegeeinrichtungen für Senioren sowie in vier Hospizeinrichtungen.

Mit dem geplanten Zusammenschluss entsteht in der Region Nürnberg, Fürth und Erlangen einer der größten diakonischen Sozialträger. Rund 3.000 hauptamtliche und 1.000 ehrenamtliche Mitarbeitende engagieren sich künftig in mehr als 100 Einrichtungen für Menschen in allen Lebensphasen. Zum Verbund gehört seit 2023 bereits die Diakonie Erlangen. Geplant ist, dass auch die Diakonie Fürth zum 1. Januar Teil des Verbundes wird. 2027 sei auch die Einführung eines neuen, einheitlichen Namens vorgesehen.