München, Hamburg (epd). Bayerns Bevölkerung ist jünger als der Bundesschnitt: Das Durchschnittsalter im Freistaat lag 2025 bei 44,4 Jahren, wie das Statistikamt Nord am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Dies gehe aus Daten hervor, die das Statistikamt Nord gemeinsam mit den anderen Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder veröffentlicht hat. Bundesweit lag das Durchschnittsalter im vergangenen Jahr bei 45,0 Jahren.

Bayern lag damit im Bundesländervergleich auf dem sechsten Platz. Der erste Platz ging an Hamburg, wo das Durchschnittsalter 42,3 Jahre betrug. Die anderen beiden Stadtstaaten, Berlin (42,8 Jahre) und Bremen (43,2 Jahre), belegten die Plätze zwei und drei. Baden-Württemberg lag mit 44,2 Jahren auf Platz vier und Hessen nur knapp vor Bayern - das Durchschnittsalter war gerundet gleich hoch, allerdings waren die hessischen Frauen statistisch 0,1 Jahre jünger. Am ältesten waren die Menschen in Sachsen-Anhalt (48,4 Jahre).

Frauen im Schnitt älter als Männer

Das Durchschnittsalter von Frauen ist den Daten zufolge jeweils höher als das der Männer. In Bayern lag das Durchschnittsalter der Frauen im vergangenen Jahr bei 45,7 Jahren und das der Männer bei 43,2 Jahren. In Hamburg waren es 43,5 Jahre (Frauen) beziehungsweise 41,0 Jahre (Männer). Das bundesweite Durchschnittsalter der Frauen lag bei 46,3 und das der Männer bei 43,6 Jahren.

Generell gelte, dass ländliche Gemeinden stärker altern als urbane, informierte das Statistikamt Nord. Das zeige eine Auswertung aller 10.621 Gemeinden Deutschlands des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) für den Zeitraum 2011 bis 2025. Während in den Großstädten das Durchschnittsalter zwischen 2011 und 2025 am niedrigsten ausgefallen und nur um 0,3 Jahre angestiegen sei, habe es sich in den Landgemeinden um 2,5 Jahre erhöht. Auch in Kleinstädten mit 5.000 bis unter 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern sei das Durchschnittsalter der Bevölkerung in diesem Zeitraum deutlich gestiegen (plus 2,2 Jahre).