München (epd). Mit einer eigenen Beratungsgesellschaft will die bayerische Landeskirche künftig Kirchengemeinden im Umgang mit Immobilien unterstützen. Die equadra GmbH solle eine zentrale Anlaufstelle sein, wenn Kirchengemeinden ihre Gebäude weiterentwickeln, umnutzen oder veräußern möchten, teilte die Landeskirche am Dienstag in München mit. "Uns ist es sehr wichtig, diesen besonderen Immobilien gerecht zu werden, die Menschen mit einzubeziehen und die beste Lösung für die Kirchengemeinden zu entwickeln", sagte Oliver Rose, designierter Geschäftsführer der equadra GmbH, laut Mitteilung.
Viele kirchliche Gebäude würden nicht mehr vollständig genutzt oder könnten wegen zurückgehender Finanzmittel langfristig nicht im bisherigen Umfang erhalten werden, hieß es weiter. Fragen rund um Sanierung und Nutzung würden erhebliche Ressourcen in den Gemeinden binden. Die neue Beratungsgesellschaft soll sie nun dabei unterstützen, Optionen zu klären und tragfähige Konzepte zu entwickeln. Auch Machbarkeitsstudien oder Beteiligungsverfahren könne equadra organisieren. Als Schnittstelle will das Unternehmen kirchliche Eigentümer, Investoren und Projektentwickler zusammenbringen.
Individuelle Konzepte
Die Beratung soll laut Mitteilung bewusst ergebnisoffen sein. Für jede Immobilie werde individuell geprüft, welche Entwicklungsperspektive sinnvoll sei, etwa die Schaffung von Wohnraum, soziale Nutzungen wie Tagespflege, Kitas oder integrative Einrichtungen oder gemeinschaftlich genutzte Räume für Bildung, Kultur und kirchliche Angebote. Equadra ist eine gemeinsame Unternehmung der Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern und des Evangelischen Siedlungswerks (ESW).