Nürnberg (epd). Das bayerische Heimatministerium hat erstmals seinen Demografiepreis vergeben. Ausgezeichnet wurden Initiativen aus Bayreuth, dem Landkreis Haßberge, Bad Kissingen und Kempten, wie das Ministerium am Montag mitteilte. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und soll laut Heimatminister Albert Füracker (CSU) dazu beitragen, den demografischen Wandel zukunftssicher zu gestalten und die Lebensqualität der Menschen zu steigern.
Mit 5.000 Euro ausgezeichnet wurde das Projekt "Lebendige Nachbarschaft" LeNa Bayreuth. Seit 2019 entwickelten Seniorinnen und Senioren eine selbstbestimmte und eigenverantwortliche Wohngruppe in einem barrierefreien Neubau. Dort sollen regelmäßig Feiern, Spieleabende, Koch- oder Gymnastikkurse stattfinden. Das Projekt sei ein Vorbild für Lebensfreude, Schaffenskraft und überragendes Eigenengagement, heißt es.
4.000 Euro gingen an den Landkreis Haßberge für sein Programm "Jobentdecker". Seit 2019 biete er jungen Leuten Praktika in örtlichen Betrieben an. So würden Fachkräfte an die Region gebunden, dies trage zu einer jüngeren Altersstruktur vor Ort bei. Ebenfalls 4.000 gingen an LachfaALTen gUG in Bad Kissingen. Beim Projekt "Lindensingen" kommen ältere Menschen unter einer alten Linde zusammen und singen gemeinsam alte Volkslieder.
Die Stadt Kempten erhielt 2.000 Euro für ihr Projekt "Der Kemptener Weg der Jugendbeteiligung". Junge Leuten würden über verschiedenste Anlaufstellen in städtische Vorhaben und Planungen miteinbezogen. Dies führe zu einem konstruktiven Zusammenwirken aller Generationen, heißt es. Die vier Preisträger machten Bayern fit für die Zukunft, würdigte sie Minister Füracker.