München, Prag (epd). Bayern und Tschechien wollen auch über die geplante bayerisch-tschechische Landesausstellung 2023/2024 den Kulturaustausch zwischen beiden Ländern weiter intensivieren. Der bayerische Kunstminister Markus Blume (CSU) und Tschechiens Kulturminister Martin Baxa haben an diesem Donnerstag in Prag eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterschrieben, teilte das Kunst- und Wissenschaftsministerium in München mit. Bayerns Kunstminister Blume bezeichnete die kulturelle Zusammenarbeit als "zentralen Pfeiler unserer europäischen Friedensarchitektur".
Die gemeinsame Landesausstellung unter dem Titel "Barock in Bayern und Böhmen" wird vom Haus der Bayerischen Geschichte (HdBG) und vom tschechischen Nationalmuseum in Prag konzeptioniert, erstellt und durchgeführt. Tschechiens Kulturminister Baxa sagte laut Mitteilung, die Ausstellung sei "ein weiteres wichtiges gemeinsames Projekt" für Bayern und Tschechien: "Es wird ein Meilenstein in unserer kulturellen Zusammenarbeit sein und darin neue Impulse setzen." Sie soll die Fortsetzung der Landesausstellung zu Kaiser Karl IV. aus dem Jahr 2016 in Nürnberg und Prag sein, hieß es.
Die Ausstellung widmet sich der Barockzeit in Bayern und Böhmen. In der Epoche des europäischen Barocks im 17. und 18. Jahrhundert prägten oft grenzüberschreitende Einflüsse die beiden Länder, die damals wirkmächtige Beziehungen auf den unterschiedlichsten Ebenen hatten. Die Ausstellung zeigt "Barock" nicht nur als eine die Regionen verbindende Kunstepoche. Die Schau wird von Mai bis September 2023 im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg und von November 2023 bis Mai 2024 im Tschechischen Nationalmuseum in Prag zu sehen sein.