Coburg (epd). 400 bayerische Standesbeamtinnen und Standesbeamte versammeln sich vom 9. bis 11. Mai zu ihrer Landesfachtagung in Coburg. Unter anderem haben sie die Themen ausländische Privatscheidungen, Namensrecht und "Geschlechtsidentität und Personenstandsrecht" auf dem Programm, teilte der Fachverband der bayerischen Standesbeamtinnen und Standesbeamten am Mittwoch mit. Zum Thema Geschlechtsidentität werde Anatol Dutta von der Ludwig Maximilians-Universität München sprechen.

Standesbeamtinnen und Standesbeamten seien bereits seit dem Jahr 2018 dafür zuständig diverse oder offene Geschlechtseinträge vorzunehmen, darauf werde Dutta in dem Vortrag eingehen. Dagegen seien für die Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit bei transgeschlechtlichen Personen noch die Gerichte nach einem von vielen als veraltet empfundenen Transsexuellengesetz zuständig. Dies könnte sich nach den Plänen der neuen Bundesregierung für ein Selbstbestimmungsgesetz ändern.

Der im Jahre 1948 wieder gegründete Fachverband der bayerischen Standesbeamtinnen und Standesbeamten ist nach eigenen Angaben für Aus- und Fortbildung und Erfahrungsaustausch der Standesbeamten und der Mitarbeitenden im Personenstandswesen zuständig. Mitglieder sind alle bayerischen Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften, die einen eigenen Standesamtsbezirk bilden, die kreisfreien Städte und alle Landkreise in Bayern.