Erlangen (epd). Mit der Zuversicht in schwierigen Zeiten befasst sich in diesem Jahr das Programm des 46. Erlanger Poetenfestes. Es steht unter dem Motto "Das gute Leben". Vom 28. bis 30. August werden laut Mitteilung der Stadt vom Freitag mehr als 80 Schriftstellerinnen, Publizisten und Forschende zu Gast sein. Gespräche und Diskussionen behandeln die Wahrnehmung der Gegenwart, die besondere Beziehung zur Mutter, den Sozialstaat und seine Reform, die US-Politik, "Lebensmut trotz(t) Krise", die weltweiten autokratischen Tendenzen, das Schreiben in Kriegszeiten, die Frage nach einer Regulierung von Social Media und den Zusammenhang von Wirtschaft und Krieg. Die Veranstalter rechnen wieder mit rund 12.000 Besucherinnen und Besuchern.
Bei den Lesenachmittagen im Erlanger Schlossgarten stellen 20 Autorinnen und Autoren ihre Neuerscheinungen vor, darunter Norbert Gstrein, Lena Gorelik, Dana Vowinckel, Thomas von Steinaecker, Christoph Peters und die diesjährige Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Lena Schätte. Die abendlichen Autorenporträts sind dem Georg-Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss, dem Schweizer Schriftsteller Alex Capus und der Autorin und Journalistin Gabriele von Arnim gewidmet.
Einblicke ins Schaffen von Walter Moers
Zum Programm zählen unter anderem ein Open Air Poetry-Slam, die Buchkunstausstellung "Druck & Buch", Kinderbuchlesungen mit Autoren und eine Lesewiese mit Druckwerkstatt. Anlässlich der Ausstellung "Was gibt’s denn da zu lachen? Die komische Kunst des Walter Moers" gewährt das Erlanger Stadtmuseum Einblick in das literarische Schaffen von Walter Moers. Der Verleger Wolfgang Ferchl kommentiert laut Mitteilung eine Lesung aus den Zamonien-Romanen und spricht mit der Kuratorin Christine Vogt, der Buchgestalter Oliver Schmitt erzählt vom Entstehungsprozess der Bücher als Gesamtkunstwerke.