Wer eine Sternschnuppe sieht, darf sich bekanntlich etwas wünschen. Im August 2026 stehen die Chancen dafür besonders gut: Die Perseiden gehören jedes Jahr zu den spektakulärsten Himmelsereignissen – und diesmal fällt ihr Höhepunkt auf eine nahezu mondlose Nacht. Das bedeutet ideale Bedingungen, um möglichst viele Sternschnuppen zu beobachten.
Wann sich das Aufbleiben lohnt, wo ihr am besten hinschaut und warum 2026 astronomisch ein besonderes Jahr ist.
Wann sind die Perseiden 2026?
Die Perseiden sind bereits seit dem 17. Juli aktiv und bleiben noch bis zum 24. August sichtbar. Ihren Höhepunkt erreichen sie jedoch in der Nacht vom 12. auf den 13. August 2026. Nach Angaben der International Meteor Organization liegt das rechnerische Maximum in den frühen Morgenstunden des 13. August.
Unter optimalen Bedingungen können dann bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde über den Himmel ziehen. Diese Zahl beschreibt allerdings ideale Beobachtungsbedingungen mit dunklem Himmel und freier Sicht. Tatsächlich fällt die Zahl der sichtbaren Meteore meist etwas geringer aus.
2026 spielt der Mond ausnahmsweise mit
Ein Grund, warum Astronom:innen den Perseiden 2026 besonders entgegenblicken: Am 12. August ist Neumond.
Während in vielen Jahren ein heller Mond schwächere Sternschnuppen überstrahlt, bleibt der Himmel diesmal nahezu vollständig dunkel. Dadurch lassen sich auch lichtschwächere Meteore erkennen. Fachleute sprechen deshalb von außergewöhnlich guten Beobachtungsbedingungen.
Erst Sonnenfinsternis, dann Sternschnuppen
2026 hält noch eine weitere Besonderheit bereit: Am Abend des 12. August ist in weiten Teilen Europas eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Nur wenige Stunden später folgt mit dem Maximum der Perseiden bereits das nächste astronomische Highlight. Diese Kombination kommt nur äußerst selten vor.
Wann ist die beste Uhrzeit?
Geduld zahlt sich aus.Zwar werden schon am Abend erste Sternschnuppen sichtbar sein, die besten Chancen bestehen jedoch ab Mitternacht bis in die frühen Morgenstunden. Dann steht der sogenannte Radiant – der Punkt, aus dem die Meteore scheinbar stammen – höher über dem Horizont.
Wer möglichst viele Sternschnuppen sehen möchte, sollte sich mindestens 30 Minuten Zeit geben, damit sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnen können.
Wohin muss ich schauen?
Der Name Perseiden verrät bereits ihren Ursprung.
Die Sternschnuppen scheinen aus dem Sternbild Perseus zu kommen, das im Nordosten des Himmels liegt. Als Orientierung hilft das markante W-förmige Sternbild Kassiopeia. Allerdings muss man den Radianten nicht ständig ansehen. Viele besonders lange Sternschnuppen ziehen deutlich weiter über den Himmel und sind oft eindrucksvoller.
Wo sehe ich die Perseiden am besten?
Je dunkler der Himmel, desto besser.
Ideal sind:
- abgelegene Wiesen oder Felder
- Anhöhen und Hügel
- Mittelgebirge
- Naturparks
- Regionen fernab größerer Städte
Straßenbeleuchtung, Industrieanlagen oder Flughäfen erzeugen Streulicht, das viele schwächere Meteore unsichtbar macht. Schon wenige Kilometer außerhalb einer Stadt verbessern die Sicht deutlich.
Braucht man ein Teleskop?
Klare Antwort: Nein.
Im Gegenteil: Die Perseiden beobachtet man am besten mit bloßem Auge. Ein Fernglas oder Teleskop zeigt nur einen kleinen Himmelsausschnitt und erschwert die Beobachtung. Wer es sich auf einer Decke oder einem Liegestuhl bequem macht und möglichst viel Himmel überblickt, hat die größten Chancen.
Woher kommen die Perseiden?
Die Sternschnuppen entstehen, weil die Erde jedes Jahr die Staubspur des Kometen 109P/Swift-Tuttle durchquert.
Die winzigen Staubteilchen – oft kaum größer als ein Sandkorn – treffen mit rund 59 Kilometern pro Sekunde auf die Erdatmosphäre. Durch die enorme Reibung verglühen sie in etwa 100 Kilometern Höhe und erzeugen die leuchtenden Spuren am Himmel.
Perseiden fotografieren: So klappt es
Wer die Sternschnuppen fotografieren möchte, braucht vor allem Geduld.
Hilfreich sind:
- ein stabiles Stativ
- ein Weitwinkelobjektiv
- manueller Fokus auf unendlich
- Belichtungszeiten von etwa 20 bis 30 Sekunden
Auch viele moderne Smartphones besitzen inzwischen einen Astro- oder Nachtmodus. Wer zusätzlich die Intervallfunktion nutzt, erhöht die Chance, zufällig eine Sternschnuppe einzufangen.
FAQ: Die wichtigsten Fragen zu den Perseiden 2026
Wann ist das Maximum der Perseiden 2026?
In der Nacht vom 12. auf den 13. August 2026. Die höchsten Aktivitätsraten werden in den frühen Morgenstunden erwartet.
Wie viele Sternschnuppen sind zu sehen?
Unter idealen Bedingungen können bis zu 100 Meteore pro Stunde sichtbar sein.
Brauche ich ein Teleskop?
Nein. Die Perseiden lassen sich am besten mit bloßem Auge beobachten.
Welche Richtung ist die richtige?
Der Radiant liegt im Sternbild Perseus im Nordosten. Beobachtet werden kann aber der gesamte Himmel.
Warum sind die Bedingungen 2026 so gut?
Weil das Perseiden-Maximum auf eine Neumondnacht fällt. Dadurch stört kein helles Mondlicht die Beobachtung.