Im westlichen Christentum gibt es, anders als in östlichen Religionen, keine Gurus, die derart "erleuchtet" sind, dass sie quasi wie Gott verehrt werden. Das wäre Götzendienst. In Matthäus 23, 8 sagt Jesus zu seinen Jüngern: "Ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister; ihr aber seid alle Brüder." Christen scheuen sich, die Differenz zwischen Gott und Mensch aufzuheben. Dennoch suchen auch sie Vorbilder im Glauben.
In den orthodoxen Ostkirchen hat sich die Institution des männlichen "Starez" und der weiblichen "Stariza" entwickelt (kirchenslawisch für "Greis", "Greisin"), die mit den spirituellen Meistern der fernöstlichen Religionen manches gemeinsam haben: Starzen haben oft lange Jahre als Einsiedler gelebt.
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