"Nada te turbe – nichts soll dich ängstigen", so beginnt ein Taizé-Lied und das bekannteste Gebet der Teresa von Ávila "Wer Gott besitzt, dem kann nichts fehlen. Sólo Dios basta – Gott nur genügt." Die kraftvollen lyrisch-spirituellen Worte, die Teresa stets bei sich trug, schrieb sie nicht selbst. Johannes vom Kreuz, ihr langjähriger (geistlicher) Begleiter, hat das Gebet wohl für sie geschrieben.
Wer war dieser Dichter-Mystiker Johannes, der noch heute als Schutzpatron der spanischsprachigen Lyriker gilt?
Wie die Welt damals so tickte, hat Johannes jedenfalls von klein auf erfahren: 1540 oder 1542 wird er in dem kleinen Dorf Fontiveros zwischen Madrid und Salamanca in der kastilischen Hochebene geboren. Fontiveros liegt in der Nähe von Ávila – und damit in einer Gegend, die bis heute "La Moraña" heißt. Das erinnert an eine frühere maurisch-muslimische Besiedelung, die damals gar nicht so lange zurücklag.
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