Verlässliche Informationen sind die Grundlage demokratischer Gesellschaften. Doch in Zeiten sozialer Medien, künstlicher Intelligenz und wachsender Desinformation steht die Frage neu im Raum: Wer sorgt dafür, dass Fakten geprüft, Macht kontrolliert und unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden?
Genau dieser Frage widmet sich der Reader "Demokratie & Journalismus" 2026, den unsere sonntags-Redaktion zur bundesweiten Initiative „Demokratie braucht viele Stimmen“ veröffentlicht hat.
Auf 21 Seiten bündelt die Sonderausgabe journalistische Analysen, Hintergrundberichte und Gastbeiträge renommierter Stimmen aus Medien, Kirche und Wissenschaft. Im Mittelpunkt steht die Überzeugung, dass Demokratie nicht von einstimmigen Botschaften lebt, sondern von Vielfalt, Widerspruch und unabhängiger Berichterstattung.
Der Reader beleuchtet dabei unterschiedliche Perspektiven auf die aktuelle Medienlandschaft. Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, warum gerade kirchlicher Journalismus auch in Zukunft gebraucht wird. Die Beiträge argumentieren, dass journalistische Arbeit nur dann Vertrauen schaffen kann, wenn sie unabhängig bleibt, Institutionen kritisch begleitet und die nötige Distanz zu den eigenen Trägern wahrt.
Neben redaktionellen Beiträgen kommen ausgewiesene Fachleute zu Wort. So erläutern der Akademiedirektor Udo Hahn, die Publizistin Susanne Breit-Keßler, der Chefredakteur Reinhard Mawick, der Medienethiker Florian Höhne und die Theologin Johanna Haberer, warum publizistische Vielfalt für eine offene Gesellschaft unverzichtbar ist. Ihre Texte verbinden medienethische, gesellschaftliche und theologische Perspektiven zu einer aktuellen Debatte über die Zukunft der Öffentlichkeit.