Die neue Folge der evangelischen Sendereihe "Sinn & Seele" im BR Fernsehen beschäftigt sich an diesem Sonntag (19. Juli) mit Wehrdienst und Militär aus christlicher Perspektive.
Unter der Leitfrage "Kann man mit Waffen Frieden schaffen?" kommen verschiedene Personen in dem 15-minütigen Beitrag zu Wort, teilte die Beauftragte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern für Hörfunk und Fernsehen im BR am Dienstag mit. Erstmals ausgestrahlt wird der Beitrag am Sonntag ab 9.45 Uhr.
In der "Sinn & Seele"-Folge wird zum Beispiel der 19-jährige Simon Neumann porträtiert. Vor einem Jahr hat er sich "aus christlicher Verantwortung" und zum Schutz für andere freiwillig zum Wehrdienst gemeldet, sagt er. Ein weiterer Grund sei auch die deutsche Geschichte: Das NS-Regime konnte nur mit Waffengewalt gestürzt werden. Diese Entschiedenheit teilt die evangelische Pfarrerin und Militärseelsorgerin in der Sanitätsakademie in München, Katarina Freisleder. Ihren Dienst bei der Bundeswehr verstehe sie als Friedensdienst.
Theologe: Waffen können keinen Frieden schaffen
Der Beitrag schneidet auch die wissenschaftliche Perspektive des Themas an: Wie verhält sich dazu die christliche Botschaft, in deren Zentrum Gewaltverzicht und Feindesliebe stehen?
Der Theologe Maximilian Schell lehrt und forscht dazu an der evangelisch-theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Aus theologisch-ethischer Sicht sei es wichtig zu betonen, "dass Waffen keinen Frieden schaffen können", erläuterte Schell.
(epd)