"Wir folgen Blaukreuz entlang dem Feldweg und alsbald umfängt uns die Kühle des Waldes!" So oder so ähnlich waren die Wandertouren beschrieben in dem alten Wanderbuch, mit dem Tante, Onkel und ich in den 1970ern unterwegs waren – auf der Hersbrucker Alb, in der Fränkischen Schweiz. An diese blumige Sprache kommt keine GPS-Wander-App ran: "Föhrengehölz". "Waldessaum". "Lohende Tannen".

Ich kann mich kaum satthören an dieser poetischen Sprache. Sie weckt Erinnerungen an meine Tante in ihrer Cord-Kniebundhose und an meinen Onkel, der mir zeigt, wie man Bäume an ihrem Wuchs, ihrer Rinde und an ihren Blättern erkennt. Ich rieche den harzigen Duft der Kiefern und auf meiner erhitzten Haut spüre ich den kühlen Schatten des Waldes, den wir nach etlichen Kilometern in praller Sonne auf staubigem Feldweg beglückt betreten.

Wälder sind was Wunderbares. So oft es geht bin ich im Lorenzer Reichswald östlich von Nürnberg, ein Naherholungsgebiet für gestresste Städter, von den Franken oft als "Steckerleswald" verspottet. Stimmt ja: die dünnen Föhren stehen da wie Stecken, dieser Wald wird von jeher aufgeforstet für die Waldwirtschaft. Und dennoch, vielleicht weil er mir von Kindheit an vertraut ist, liebe ich ihn und erkenne ihn nach langen Urlaubsreisen heimwärts, wenn er auftaucht neben der Autobahn in Reih und Glied. Und: im Steckerleswald gibt es ja auch die dicken Eichen, wie Wegmarken ragen sie heraus, da wachsen windschiefe Kiefern mit ihrer krustigen Rinde und die zarten Birken sind immer die ersten auf der Lichtung. Das ist der Wald voller Bäume: Er spendet Schatten, auch an heißen Sommertagen. Wobei... man muss schon früh morgens unterwegs sein, um die erfrischende Kühle auf der Haut zu spüren, denn auch der Wald leidet unter den heißen Sommern der letzten Jahre und der daraus folgenden Dürre. Ich bewundere die Bäume, wie sie sich durchkämpfen, durchhalten. Ich bewundere auch die Stadtbäume hier bei uns im Viertel, unter widrigsten Bedingungen bestehen sie. Sie binden das Kohlendioxid der Abgase und füllen die Luft dafür mit Sauerstoff. Was der Baum ausatmet, atmet der Mensch ein. Platanen gibt es viele in meinem Stadtteil, das sind die Bäume, die sich immerzu schälen; ihre mächtigen Kronen schenken Schatten auf dem Kopernikusplatz und im Annapark, Menschen sitzen an ihrem Stamm oder auf einer Bank und finden einen Moment Ruhe. Ein paar Lieblingsbäume habe ich gleich bei mir ums Eck: an der Kreuzung der hohe Spitzahorn, eingezwängt in eine zwei-mal-zwei-Meter-Baumscheibe. Er hat sich seinen Wuchs gesucht, weg von der Häuserzeile, ausladend über die Straße gebeugt; in einem Vorgarten zwei Straßen weiter steht der knorrige, oft gestutzte Birnbaum, der dieses Jahr so große und verlockende Früchte trägt.

Ein Baum ist was Tolles. Er kann zum Freund und zum Vertrauten werden, zum Gesprächspartner: "Gut schaust du aus, ich sehe dir deine Jahre an, du wirkst stark und leicht zugleich. Du bist verwurzelt und gleichzeitig streckst du dich so hoch hinaus. Wie ist das so zwischen Himmel und Erde zu sein?"

Wohl dem!

Der Sound der 1970er in der Musik der Puhdys, ein Gedicht auf den Baum. Ich möchte so sein wie ein Baum: fest verwurzelt in der Erde und mit einer Krone, die den Himmel berührt. Und alt wie ein Baum möchte ich werden. So viel erleben, so viel sehen und dabei immer bei mir selbst bleiben. Mich nicht umhauen lassen von den Stürmen des Lebens, weise werden und das auch ausstrahlen. Das wär‘s!

Deutschlands ältester Baum steht im Allgäu bei Steibis und ist eine über 1000 Jahre alte Eibe. Oder ist es die Sommerlinde in Schenklengsfeld in Hessen mit ihren 1200 Jahren? Wie auch immer, dieses Alter werde ich nicht erreichen, die beiden Bäume aber erfreuen sich bester Gesundheit, sind Naturdenkmäler und werden bestaunt und bewundert. Bäume üben auf uns Menschen von jeher eine große Faszination aus. Sich an einen Baum zu lehnen und zu spüren, welche Kraft und Lebendigkeit von ihm ausgehen, kann einen tief berühren. Mit einem Baum kann man stille Zwiesprache halten und ihm alles anvertrauen. Es scheint eine Verbindung zu geben zwischen Mensch und Baum. Eine Frau hat mir erzählt, dass sie seit Jahren ihren Waldspaziergang zu einem alten Baum macht, der schon auseinandergebrochen ist, quasi halbiert, der aber jedes Jahr wieder austreibt. Sie geht dorthin, um ihm Mut zuzusprechen, noch ein bisschen durchzuhalten und auch, weil sie für sich selbst noch auf ein paar Jahre hofft. Bäume sind Überlebenskünstlerinnen wie die Kiefer, sie stehen für Pioniergeist wie die Birke, die Eiche ist unbeugsam und autark, der Spitzahorn ist ein Schutzbaum und die herzförmigen Blätter der Linde machen sie zum Baum der Liebe, des Glücks und der Fruchtbarkeit. Bäume durchziehen die Bibel vom Lebensbaum im Garten Eden über die königlichen Zedern des Libanon bis zum Stamm, aus dem das Kreuz Christi gehauen wurde. Bäume begleiten und inspirieren uns Menschen zu Liedern, Gebeten und Gedichten. Die Psalmen sprechen in poetischer Sprache von all dem, was uns Menschen berührt und zutiefst angeht, von tiefster Verzweiflung und von grenzenloser Freude, die sogar die Bäume in die Hände klatschen lässt, von Gottessehnsucht und Gottesfurcht. Psalm 1 steht am Beginn und macht deutlich, wie ein Menschenleben gedeihen kann und was es dazu braucht. 

Glücklich sind die Frau, der Mann, 

die nicht nach den Machenschaften der Mächtigen gehen,

nicht auf dem Weg der Gottlosen stehen

noch zwischen Gewissenlosen sitzen,

sondern ihre Lust haben an der Weisung Gottes,

diese Weisung murmeln Tag und Nacht.

Wie Bäume werden sie sein – gepflanzt an Wasserläufen,

die ihre Frucht bringen zu ihrer Zeit, und ihr Laub welkt nicht.

Was immer sie anfangen, führt zum Ziel.

Psalm 1,1-3 BigS

"Glücklich, die Frau, der Mann!" Herzlich willkommen am Beginn des Buchs der Psalmen. Herzlich willkommen im guten Leben. Ich freue mich und will mit Gott und mit Gewissen mein Leben leben. Was braucht es dazu?

Lust haben an Gottes Weisung. Ehrlich: Weisung klingt für mich erstmal nach Anweisung: "Nimm die Füße vom Tisch!" Ich reagiere auf so etwas allergisch, das merken Sie. Ich möchte tun und lassen, was ich will und von niemandem eingeschränkt werden. Gleichzeitig ist mir klar, dass unser Zusammenleben nur mit Regeln geht, mit den ausgesprochenen und den unausgesprochenen, mit dem Halteverbotsschild und mit dem Respekt dem andern gegenüber, beim Einsteigen in die U-Bahn, in der Schlange an der Kasse und vor allem beim Miteinander-Reden, beim Zuhören und Ausredenlassen. Hier im Psalm ist die Rede von "Gottes Weisung" – Gottes Weisung, das ist die Tora, die fünf Bücher Mose. Das meint der Psalmbeter: in der Tora ist die Geschichte Gottes mit den Menschen erzählt und darin finden sich Wegweiser fürs Leben. Die Weisungen murmeln Tag und Nacht – das ist das das leise, murmelnde Vor-sich-Hinsprechen eines heiligen Textes, das an das Gurren einer Taube erinnert (Jes 38,14) oder das Knurren eines Löwen (Jes 31,4) – im Unterschied zum lauten marktschreierischen Rufen auf der Straße, in social media.

Ich sehe vor mir fromme Menschen, die nicht stumm und schweigend in der Bibel versinken, sondern halblaut murmeln, so als sprächen die Worte sie direkt und unmittelbar an. 

Sich leise murmelnd, nachdenkend, nachspürend zu versenken in das Gebet, in die Worte der Heiligen Schrift, das kenne ich auch. Sehnsucht nach einem Wegweiser, einem Wort, das den Weg weist. Mich begleitet mein Konfirmationsspruch, von dem mir gesagt wurde, dass er auch der Spruch meiner Oma war: "Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet!" Ein Satz von Paulus, den man ja in seiner "Befehlsform" durchaus als Weisung lesen kann...

Für mich ist der Vers immer wieder zu einem Baumstamm geworden, an den ich mich anlehnen kann, mich anhalten wie an einem Gebet. Fröhlich zu bleiben, weil es eine größere Hoffnung gibt für mich und die Welt. Geduldig zu sein in diesen trüben Zeiten, weil ich glaube, dass wir aufgehoben sind in Gottes Wirken. 

Für mich besonders lustvoll ist das Gespräch mit andern, das Gespräch über das Leben, über Gott, auch über Gottes Weisung, ob man das so sagen würde für das eigene Leben, "Gottes Weisung", ob man sie spürt, annimmt, vermisst, oder von sich weist. Ich erzähle von mir, aus meinem Innern und meine Gesprächspartnerin öffnet sich auch, hört zu und denkt mit, fühlt mit. Wir spüren miteinander, was es heißen könnte, eben nicht gott-los zu sein, sondern mit Gott durchs Leben zu gehen. Wie sich das anfühlt, geborgen sein, verwurzelt. Und wie sich das auswirkt aufs Leben, aufs Handeln, wie ich eben nicht gewissenlos bin gegenüber meinen Mitgeschöpfen, Mensch, Tier, Pflanzen, Bäumen!

Aus solchen Gesprächen komme ich erfrischt heraus, wie aus einem kühlen Waldbad an einem heißen Julitag. Alle Sinne geöffnet, ich höre, sehe, rieche besser. Ich sehe die vielen Farben, ich sehe die Vielfalt, mein ganzes Wesen ist ausgestreckt gen Himmel wie die Krone einer Rotbuche. Die mag ich besonders gerne, sie sind so dick und rund und fest verwurzelt, der glatte Stamm verführt mich immer, ihn zu streicheln, ihre Krone schwebt nicht oben irgendwo über den Dingen, man kann die untersten Äste fast noch erreichen. Sattgrün leuchtet das Blätterdach zwischen Himmel und Erde: Hier bin ich!

Wie Bäume werden die Menschen sein, die lustvoll mit Gott und miteinander in Verbindung sind. Immer gut versorgt. Immer gut verwurzelt, nehme ich auf, was mir guttut und mich am Leben hält. Ich kann über mich hinauswachsen und Frucht bringen. Wenn ich auf mich und mein Leben schaue, dann steckt da Lernen und Geduld drin. Früchte wachsen nicht über Nacht. Ich muss schon `n bisschen dran bleiben am Gedeihen, wie der knorzige alte Birnbaum. Und ich muss die Früchte dann auch sehen, mir zugestehen: da ist was Gutes gewachsen, auch wenn du nicht mehr dran geglaubt hast. Da ist was gewachsen, nicht nur aus mir, sondern zwischen uns. Nicht nur aus meiner Kraft, sondern weil ich mich verpflanzt habe an die Lebensquelle. Der Baum ist nicht von Natur aus an Wasserläufen gewachsen, sondern er ist dorthin verpflanzt worden, er hat sich – wie auch immer – dorthin begeben – so ist der hebräische Text zu verstehen. 

Ich suche Gottes Nähe, ich sehne mich nach guter Wegweisung, die mich wachsen lässt, die mir Freiheit lässt, die mich zum Ziel führt.

Was sind das für Zeiten

"Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt?" 

Bertolt Brecht hat diese Zeilen geschrieben, sie stammen aus dem Gedicht "An die Nachgeborenen", veröffentlicht 1939, geschrieben im Exil in Dänemark. Drei Teile hat das Gedicht, aus dem ersten stammt dieses Zitat, der beginnt und endet mit den Worten "Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten!" Der völlige Gegensatz zum Auftakt des Psalms: "Glücklich" wird hier niemand gepriesen, keine Frau, kein Mann. Ruhig kann nur bleiben, so vermutet Brecht, wer nicht mehr erreichbar ist für die Not seiner Freunde.

Bertolt Brecht beschreibt die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland: es ist nicht mehr möglich, arglos miteinander zu reden, wer lacht, hat die furchtbaren Nachrichten nur noch nicht erhalten. Brecht stellt sich die Frage – und ich denke, dass das eine echte Frage ist und keine rhetorische: Was sind das für Zeiten, in denen ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist? 

Ein Gespräch über Bäume! Wie schön sie sind, vielfältig, einzigartig. Wie sie miteinander kommunizieren übers Wurzelwerk und sich auch helfen, das hat die Forschung der letzten Jahre herausgefunden. Dass sie Lebensraum für unzählige Insekten und Käfer sind, Spechte ihre Höhlen bauen, Eulen nachts auf der Lauer liegen, Eichhörnchen die Nüsse holen, Adler hoch oben ihr Nest haben. Bäume, Wälder sind die Lunge der Erde. Wir können nicht leben ohne sie. 

Ein Gespräch über Bäume.

Dass Bäume leiden unter der Hitze, dass sie die Blätter hängen lassen, dass die Trockenheit sie verletzlich macht, dass sie keinen guten Halt mehr finden in den ausgetrockneten Böden und bei Unwetter leicht entwurzelt werden. Der 100jährige Walnussbaum einer Bekannten ist von einem heftigen Unwetter im Juli umgerissen worden. Es hat nicht länger als eine halbe Stunde gedauert und ein mächtiger alter Baum lag hingestreckt quer über drei Gärten. Generationen haben unter ihm gesessen im Schatten seines Laubs, das Haus wurde zum Trauerhaus, denn die Familie hat einen Freund verloren.

Ein Gespräch über Bäume.

Brecht hatte Angst, so verstehe ich seine Zeilen, dass ein harmloses Gespräch, eine Plauderei, nicht mehr möglich ist angesichts der Untaten, der Gräuel, der Unmenschlichkeit: über die muss man reden, die müssen öffentlich gemacht werden.

Heute, 81 Jahre nach Ende der Naziherrschaft, leben wir in Deutschland in Zeiten, in denen alle Gespräche möglich sind, jede und jeder die eigene Meinung sagen kann. Ich, du, wir können darüber reden, was nicht gut läuft, wo die Wegweisung fehlt oder in die falsche Richtung zeigt – falsch, weil da Menschen übergangen werden, nicht zugehört wird, wo die Not ist, wo nur die zu Wort kommen, die am lautesten schreien auf den Marktplätzen. Wir leben in meinungsfreien Zeiten, was auch mit sich bringt, dass menschenverachtende Worte ihren Weg finden, dass sich angeschrien wird und kein Gespräch mehr möglich ist.

Bei dem Zeitungshändler in meiner Straße steht vor der Ladentür ein Aufsteller der BILD-Zeitung, täglich lese ich die reißerischen Schlagzeilen über Sozialbetrüger, die uns abzocken und Tausende kassieren und über Migranten mit 20 Kindern, die nicht arbeiten und den Staat schröpfen. Mich nervt das und ich drehe das Schild regelmäßig um. Neulich hat mich ein Mann angesprochen, was ich da mache. Wir sind ins Gespräch gekommen über Meinungsfreiheit, ob das eine Form von Zensur ist, die ich da betreibe, was man als reißerisch versteht, durch was man sich provoziert fühlt. Wir waren nicht einer Meinung, aber wir haben miteinander geredet, zugehört, uns ausreden lassen, vielleicht eine viertel Stunde, aber das hat ausgereicht, um mir das Gefühl zu geben: Miteinander reden ist möglich. Zuhören geht. Ich brauche keine Angst zu haben, ich kann versuchen, ein wenig zu verstehen, was den andern bewegt. Und das sogar mit einem Wildfremden.

Wie ein Baum sein

Der Psalm 1 kommt mir fast ein bisschen vor wie eine Anleitung zum Glücklichsein. Und Glücklichsein heißt auch, etwas sein lassen. Glücklich sind die Frau, der Mann, die sich fernhalten von den Machenschaften der Mächtigen und nicht sitzen bei den Gewissenlosen – "Spötter" hat Luther sie genannt.. Fernhalten heißt für mich, dass ich nicht denke wie sie, rede wie sie, handle wie sie. Dass ich die verachtende und hochnäsige Sprache nicht übernehme, nicht runterschaue auf schwache und hilflose Mitmenschen, nicht mein Herz verschließe vor echter Not. Ich möchte nicht mitmachen bei Machenschaften, die die Reichen reicher und die Armen ärmer machen. Ich möchte mein Gewissen nicht an der Garderobe abgeben.

Damit das gelingen kann, muss ich mich verpflanzen an einen Wasserlauf, der sich aus einem anderen Geist speist. Aus Liebe und Zuwendung. Aus Gottvertrauen.

Wie Bäume werden sie sein – gepflanzt an Wasserläufen,

die ihre Frucht bringen zu ihrer Zeit, und ihr Laub welkt nicht.

Ein tröstliches Bild. Ein Bild für die Zukunft. Mit Gott verbunden wird mein Leben und Arbeiten gelingen. Welch ein Glück: Ich muss nicht etwas ganz Großes werden, und doch wird mein Leben fruchtbar sein. Es wird etwas herauskommen, für mich und für andere. 

Mein Laub wird nicht welken.

Ein Bild, dass die Lebensrealität übersteigt. Die Blätter der Bäume welken im Herbst und fallen im Winter ab. Der Kreislauf des Lebens, zu dem auch ich gehöre. Ich werde alt werden, vielleicht alt wie ein Baum, und meine Blätter werden Saft und Kraft einbüßen und welken. Dann will ich zurückschauen auf Wachsen und Sprießen und Frühlingsgefühle. Auf satte Sommer und einen goldenen Herbst. Auf Zeiten der Ruhe und Zeiten der Aufruhr. Wenn der Psalm 1 eine Anleitung zum Glücklichsein ist, dann will er mich sicher ein Stück Lebenskunst lehren: Hier auf Erden glücklich sein ist das eine. Weit über mein irdisches Dasein hinaus aufleben das andere.

Das Leben passiert, keiner warnt dich. Halt dich gut fest, kleine Weide, little willow. Paul Mc Cartney hat dieses Lied geschrieben, als eine gute Freundin gestorben ist. Er, seine Frau und die Kinder waren erschüttert und tieftraurig und McCartney hat dieses Trostlied für sie geschrieben. Bend little willow, beuge dich dem Wind, er wird ganz schön wehen, aber nichts kann deine Liebe erschüttern oder wegnehmen. Wachse bis in den Himmel, now and forever.

Die Evangelische Morgenfeier

"Eine halbe Stunde zum Atemholen, Nachdenken und Besinnen" - der Radiosender Bayern 1 spielt die Evangelische Morgenfeier für seine Hörer:innen immer sonntags von 10.05 bis 10.30 Uhr. Dabei haben Pfarrer:innen aus ganz Bayern das Wort. "Es geht um persönliche Erfahrungen mit dem Glauben, die Dinge des Lebens - um Gott und die Welt."

Sonntagsblatt.de veröffentlicht die Evangelische Morgenfeier im Wortlaut jeden Sonntagvormittag an dieser Stelle.