Würzburg (epd). An der Würzburger Hochschule für Musik beginnt im zweiten Quartal dieses Jahres der Ausbau der dort seit 2016 betriebenen Klais-Konzertorgel zur sogenannten Hyper-Organ. Dafür hat der Haushaltsausschuss des bayerischen Landtags in seiner Sitzung Ende Februar auf Vorschlag der CSU und der Freien Wähler 780.000 Euro freigegeben, wie die Hochschule am Donnerstag mitteilte.

Mit dem Geld wird das bereits bei der Planung der Orgel vorgesehene und dann zwischenzeitlich aus Kostengründen nicht umgesetzte vierte Manual umgesetzt, um auf der Konzertorgel das gesamte Repertoire der Orgelkompositionsgeschichte vom Spätmittelalter bis heute spielen zu können. Zudem sollen mit dem bereitgestellten Geld auch verschiedene digitale Komponenten eingebaut werden.

Diese digitale Ausbaustufe macht die Orgel aus der renommierten Bonner Orgelbauwerkstatt Klais zu einer "Hyper-Organ". Diese kann beispielsweise von mehreren Spielern gleichzeitig oder auch per Internet von einem anderen Ort aus gespielt werden. Zudem ermögliche die Erweiterung besondere Formen der Interpretations- und Kreativitätsforschung, teilte die Hochschule weiter mit.

Hochschulpräsident Christoph Wünsch dankte ausdrücklich den Landtagsfraktionen von CSU und Freien Wählern, sich für den Orgelausbau eingesetzt und im Haushaltsausschuss die Mittel dafür bereitgestellt zu haben. Die Konzeption zur Fertigstellung und Erweiterung der Orgel hat maßgeblich der Würzburger Orgel- und Kirchenmusik-Professor Christoph Bossert erarbeitet.