Laufen (epd). Wildbienenschutz und Spielplätze sind durchaus miteinander vereinbar. Das findet die Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) und hat zusammen mit dem Regionalverband Flachgau-Nord die Broschüre ,,Wildbienen schützen und fördern - Spielplätze aufwerten" erarbeitet. Wie die ANL am Mittwoch mitteilte, werden darin vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten vorgestellt, um den Artenreichtum der Wildbienen zu fördern.
So könnten Spielplätze durch natürliche Strukturen wie Blühwiesen, Steinmauern und Nisthilfen aufgewertet werden. Je strukturreicher die Umgebung, desto spannender für Kinder und besser für die Tiere. Das Nebeneinander von spielenden Kindern und Wildbienen sei laut Broschüre kein Widerspruch, da letztere ihren Nistbereich nicht verteidigen, weil sie dort keine Vorräte lagern. Für Kinder seien Wildbienen weitaus ungefährlicher als Honigbienen oder Wespen, die auf jedem Spielplatz, etwa an den Mülleimern, präsent sind.