München, Wiesbaden (epd). Die Zahl der neu geschlossenen Ausbildungsverträge in Bayern ist 2021 gesunken. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, wurden 1,9 Prozent weniger Ausbildungsverträge unterschrieben als im Vorjahr.
Bundesweit zeigt sich dagegen ein anderer Trend. Nach einem Tiefststand im ersten Corona-Jahr 2020 ist die Zahl neu geschlossener Ausbildungsverträge im vergangenen Jahr wieder leicht gestiegen. Laut Statistischem Bundesamt haben 2021 rund 467.100 Menschen in Deutschland einen neuen Ausbildungsvertrag in der dualen Berufsausbildung abgeschlossen. Das seien 0,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Gegenüber 2019, als 513.300 neue Verträge gezählt wurden, blieb die Zahl der Neuabschlüsse unter dem Einfluss der Corona-Pandemie den Angaben zufolge aber weiter gering.
Die meisten neuen Auszubildenden deutschlandweit verzeichneten im vergangenen Jahr Industrie und Handel, gefolgt vom Handwerk und den Freien Berufen. Abnahmen beobachtete laut Statistischem Bundesamt die Hauswirtschaft. Rückgänge bei der Zahl der neu geschlossenen Ausbildungsverträge 2021 registrierten neben Bayern auch Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg. Zunahmen gab es hingegen in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt.