Hilpoltstein (epd). Der "Allerweltsvogel" Spatz wird immer seltener: Anlässlich des Weltspatzentages am 20. März gibt der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) daher Tipps, wie Naturschützer etwas für die kleinen Vögel tun können. Denn der Spatz hat in den letzten 40 Jahren einen großen Schwund erlebt: Knapp 250 Millionen weniger von ihnen gebe es nun in Europa, teilte der LBV am Donnerstag mit. Damit belege er den "traurigen ersten Platz in der Liste der größten Verlierer. Diese Entwicklung ist besorgniserregend", sagte die LBV-Spatzen-Expertin Corinna Lieberth. Seit 2016 stehe der Haussperling in Bayern auf der Vorwarnliste der Roten Liste der Brutvögel.
Es sei deshalb wichtig, bestehende Brutplätze zu erhalten und neue zu schaffen, am besten in der Nähe von großen Hecken zum Schutz vor Fressfeinden. Laut LBV benötigen die Spatzen außerdem Wildblumenwiesen, um genug Nahrung finden zu können. Darüber hinaus bereite man den Spatzen eine große Freude mit offenen Bodenstellen, die sie zur Gefiederpflege als Staubbadeplätze nutzen können. Neben dem Spatzen sind laut LBV auch andere Gebäudebrüterarten gefährdet, wie beispielsweise der Mauersegler oder Rauch- und Mauerschwalben.