Köln, München (epd). Der Ehrenpreis des Deutschen Kamerapreises geht in diesem Jahr an den Kameramann und Drehbuchautor Tom Fährmann. Ausgezeichnet werde ein Bildgestalter mit herausragendem Blick, der ihn zu einem "ganz Großen der deutschen Filmbranche" mache, teilte das Kuratorium des Deutschen Kamerapreises am Dienstag in Köln mit. Fährmann war unter anderem Kameramann in den Filmen "Der Sandmann" (1995), "Das Wunder von Bern" (2003) und "Die Päpstin" (2009). Er ist seit 2015 Geschäftsführender Professor der Abteilung Bildgestaltung an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Vergeben wird die Auszeichnung am 6. Mai in Köln.

Zur Begründung verwies das Kuratorium darauf, dass dem Preisträger mit seiner Arbeit "der Blick hinter das Bild" gelinge. Fährmann habe den Mut, auch neue Wege zu beschreiten.

Der 65-Jährige war mehrfach für den Deutschen Kamerapreis nominiert worden: 2008 erhielt er die Auszeichnung für seine herausragende Leistung in "Ulzhan - Das vergessene Licht". 1997 bekam er den Bayerischen Filmpreis für die Satire "Der Campus" und gewann 2004 beim Moskau Filmfestival mit "Das Wunder von Bern" in der Kategorie "Beste Kamera".

Fährmann arbeitete in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen unter anderem mit Regisseuren wie Volker Schlöndorff, Helmut Dietl oder Sönke Wortmann zusammen. Der in Xanten am Niederrhein aufgewachsene Sohn des Jugendbuchautors Willi Fährmann studierte unter anderem an der Hochschule für Fernsehen und Film in München, wo er 1987 seinen Abschluss machte. Von 1990 bis 2015 hatte er verschiedene Lehraufträge an Filmhochschulen in Deutschland, ehe er 2015 endgültig an die Hochschule für Fernsehen und Film in München kam.

Die Verleihung des 32. Deutschen Kamerapreises findet am 6. Mai in Köln unter Federführung des Westdeutschen Rundfunks statt. Nominiert sind 33 Kameraleute, Filmeditoren mit Produktionen aus den Kategorien Spielfilm, Fernsehfilm/Serie, Kurzfilm, Aktuelle Kurzformate, Dokumentarfilm, Dokumentation/Doku-Serie und Nachwuchspreis.